Band 
Fünfter Band.
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als er in eine,» Vorworte äußerte,daß metaphysischeNatur wissenschaft nicht weiter lange, als wo Mathematik mitmetaphysischen Sätzen verbunden werden könne". Ein mir langebefreundeter, den Kantischen Ansichten leidenschaftlich zugethanerDenker, Jacob Friedrich Fries, glaubt am Schluß seiner Ge-schichte der Philosophie erklären zu müssen!daß von den be-wundernswürdigen Fortschritten, welche die Naturlehre bis zumJahr 1840 gemacht, alles der Beobachtung und der Kunstder Geometrie, der Kunst mathematischer Analysis angehöre;die Naturphilosophie habe bei diesen Entdeckungen gar nichtsgefördert." Möge ein Zeugniß bisheriger Unfruchtbarkeitnicht alle Hoffnung für die Zukunft vernichten! denn es geziemtnicht dem freien Geiste unserer Zeit, jeden zugleich aus Jn-duction und Analogien gegründeten philosophischen Versuch,tiefer in die Verkettung der Naturerscheinungen einzudringen,als bodenlose Hypothese zu verwerfen: und unter den edel»Anlagen, mit welchen die Natur den Menschen ausgestattethat, bald die nach dem Eausalzusammenhang grübelnde Ver-nunft; bald die regsame, zu allem Entdecken und Schaffennothwendige und anregende Einbildungskraft zu verdamme». *Ich meines Theils glaube geleistet zu haben, was ichnach der Natur meiner Neigrmgen und nach dem Diaaß meinerKräfte zu unlernehincu mir vorsetzen konnte. Ick' tvünschleein Werk zu liefern nach dem großen Vorbilde der Ex [»ositiondu Systeme du Monde von LapIacc, in dessen anregen-der Nähe ich in Arcueil und iin Jlureau des Longitudes ausder Pariser Sternwarte , mit Gay-Lussac und Arago, überzwanzig Jahre daö Glück hatte zu verleben. Wenn wir schonin der Mechanik des Himmels, trotz der Einfachheit derwirkenden Kräfte, in vielen Zuständen deS Seins der Weltkörper