Te» chemischen 'Analysen folgte die microscopische. TnechEhrenberg's glänzende Entdeckungen war besonders seit demJahre 1837 der Einfluß des kleinsten Lebens auf Mischungvon Erden und Bildung der Gebirgsartcn immer mehr her-vorgetreten, und hatte die vulkanischen Aschen, welche Luft-ströme in große Ferne fortführen, ju einem wichtigen Gegenstandorganischer Untersuchung gemacht. Da nun die Klaproth'scheMineraliensammlung und mit ihr die von mir gesammelteMoya von Pelileo in das königliche Mineralien-Cabinet zuBerlin überging, so wurde letztere 1846 von meinem sibirischenReisegefährte», Pros. Ehrenberg, vollständig microscopisch unter-sucht. Es fanden sich darin 64 namhafte organische Gestalten(14 kiesel- und weichschalige Polygastern, 5 Theile Fichten-Pollenund 45 kieselerdige Phytolitharien: meist Gramineen, welchewohl die Hauptmasse der Kohle darbieten und durch lange Spalt-öffnungen der wellenförmig gezahnten Epidermis sich kenntlichmachen. Nichts gehört dem Meeresleben zu, und die or-ganische Mischung der Moya beträgt mehr als die HälftedeS BolumS. Die Pflanzengewcbe sind verkohlt, nicht ver-rottet. Neben dem sehr vereinzelten Augit und Feldspath zeigensich hier und da kurzzeitige Bimsstein-Theile. Das Ganze schiendem microscopische» Analytiker ein „aus verbrannten Vegeta-bilien und Wasser gemischter Erdbrei der Oberfläche zu sein,welcher, nachdem er inS Innere eingeschlürft gewesen, (durchvulkanische Kräfte) wieder herausgetrieben wurde."
Die beiden AusbruchS-Orte der Moya bei Alt-Rio-bamba und bei Penipe sind vier geogr. Meilen von ein-ander entfernt, Penipe aber ist dem noch thätigen VulkanTungurahua um 1^ Meilen näher als Riobamba. Ich habeeinen Plan der Umgegend von Penipe aufgenoinmen. Die sich