Band 
Fünfter Band.
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stop, hatte den Boden lief aufgerissen und die Lavabetten klafter-hoch mit übelriechendem, rotbgelbem Schlamme bedeckt. Ich fandselbst noch acht Jahre später eine tiefe Furche, die bis auf dieHälfte des Bulkans von Antuco reichte und treiter oben mochteverschüttet sein. Am Krater selbst sieht man keine Spur; alleindaß auS ihm der Wasserstrom hervorgebrochen sei, behauptenalle Antucaner. Ob jene Wasser- und Schlamm-ErgießungenFolgen der Jnsiltration der Gletscher sind, oder durch Ver-bindungen entstehen, welche der vulkanische Heerd mit demnahen, i~ geogr. Meilen langen Antuco-See hat, wird keinspäterer Forscher leicht entscheiden." Die untere Schneegrenzeliegt nach Gilliß in dieser Breite 6200 Fuß hock, also 2-170Fuß unter dem Gipfelkrater. Ich übergehe das merkwürdigeGemenge von Bimsstein, Obsidian-Körnern, kiesclschaligenPolygastern und Pflanzentheilen von dem durch Meyen untersuch-ten Hügel vonTollo, zwei volle Tagereisen entfernt von dem Vul-kan Maypu (34° 17' S.B.), der selbst nie Bimsstein auSge-spieen hat. DieS Phänomen erinnert an die isvlirte Positionder BimSstein-Schichten von Guapulo, von; Rio Mayo undvon Huichapa, östlich von Queretaro (KoSmoö Bd. IV.S. 367); und an daö analoge von Acangallo bei Arequipa in Peru : die Ehrenberg ebenfalls microscopisch zergliedert hat.^°Von dem Neuen Continent auf den Alten übergehend,müssen wir zuerst in Europa an die Wasser-AuSbrücke desAetna'S und deS Vesuvs erinnern. Diese seltsamen Erscheinungensind mit Recht schon vor einem Jahrhundert (von Magliocco,Braccini und Paragallo) theils Ansamnilungeit von geschmol-zenem Schnee- und Regemvasser in inneren Höhlungen, theilsvulkanischen Gewittern in den den Krater umgebenden Luft-schichten zugeschrieben worden. Die großen Epocheit der Ueber-