Band 
Fünfter Band.
Seite
47
JPEG-Download
 

taren - Thätigkeit zum Grunde liegen, sind nach diesen Ver-suchen leicht verständlich, da säst alle vulkanischen Eruptionenvon Schwefel-Sul'limalioncn begleitet sind. Wo nun solcheSchwefclmasscn den glühenden P y r o r e n - G e st e i n e n in Tamps-gestalt begegnen, entsteht die Thätigkeit, der die schwefligeSäure ihren Ursprung verdankt; sinkt darauf eine solche vul-kanische Thätigkeit zu niedere» Temperaturen herab, so trittalles in eine neue Phase. Die erzeugten Schwefel-Verbin-dungen deö Eisenö beginnen ihre Wirkung auf den Wasser-dampf, und als Resultat dieser Wechselwirkung entstehenSchwefel-Wasserstoff und dessen ZersenungS-Peoduete, freierWasserstoff und Schwefeldampf. So sieht man beide Processesich in einander verlaufen und sich an nahen Orten be-gegnen."

Hier ist der Vorgang in den Solfataren geschildert; aberbei wirklichen, lava-hervorbringenden Vulkan-Eruptionen hatdurch Versuche (Gas-Analvsen) noch keine Entwickelung vonfreiem Wasserstoff constatirt werden können. Die bläulichenbeweglichen Lichter, rvelchc ich in 2300 Fuß Tiefe im entzün-deten westlichen Krater des Pichincha erblickte, als ich am26 Mai 1802 allein mit dem Indianer Felipe Aldas an denjähen Rand des Vulkans gelangte, habe ich gleich damalsnicht für Hvdrogen, sondern für Flämmchen brennenden Schwe-fels gehalten. Sie sind, wie man mir durch Briefe meldete,in den nächsten Jahren nach meiner Abreise aus Quito vonmehreren Einwohnern, welche dieselbe Steinplatte (14946 Fußüber dem Meeresspiegel) aus bloßer Neugierde besuchten, ebenfallsgesehen worden. Auch der sehr gründlich physikalisch und geo-logisch unterrichtete Reisende, Herr Sebastian Wisse, welcher kühnim Ansang Augusts 1845 mehrere Nächte in dem Krater von