Christoph Entzels Tractat,
auff das Haupt einer der grösten Krötten alsihres Königes. 9)}an saget auch daß unsereKrotten solche Steine durch ihren Hauch zuwegenbringen. Endlich von den Zacken inden Krötten (apocimk) bestehe Plinium. Nun-mehr hencket man auch die Krotten auff/in diefteye Lufft und dörret sie / welche so dann einherrlich Mittel sind so gleich alle Vlutflüssezu stillen.
Das xxxviii. dapitttl
Vom tT^rtCf i GtclN. Echite.
E Chis, das ist/ ein Natter-Männlkin; Echi-dua ein Natter-Weibieltt; Echkes diejungen Nattern. Echis ist eine Schlange /so von uns Teutschen eine Natter oder Attergenannt wird. Sie wohnet gerne bey Häu-sern/ doch eigentlich in den Hecken am Was-sern- Ihre Gestalt beschreibet Nicander schönin Theriaca. Von der Art und Weise wiesie sich besamen/ wollen wir etwasweniges bey-setzen. Das Natter - Mannlein jieckct zurBesaamungs-Zeit seinen Kopff in den Rachendes Weibleins und bringet ihr also seinen saa»nun bey. Das Natter - Weiblein entwederweil sie ihr künfftiges Unglück zuvor weiß/oder indem sie den Saamen verschlucket / außSüssigkeitder Wollust bewogen / oder weil sieweiß/ daß ihr Ehebrecherischer Mann sich off-ters mit der Lamprete vermische / beisset mitgrosser Ungestimm dem Manne den Kopffabe. Die empfangene Jungen aber (dannallein die Natter wird im Leib schwanger / ge-winnet Eyer / und kraget sie bey sich / biß leben-dige Thiere darauß werden/ dahingegen durch-gehends die andern Schlangen ihre Eyer alsdie Vögel/in ein Nest legen / ncmlich in Mistso an Hecken oder Zäunen lieget/ unddaselbsibrüten sie ihre schuppigte Geburth auß/alsNic-mder saget) wann sie das Leben haben unddie Gebahrungs-Zeit herbey rücket/ rächenihres VattersTodt/und brechen zuihrerMut-ter Leibe / nachdem sie vorher solchen durch-si essen/herauß/ und werden zur Welt geborenals Mutter-Mörder. Drß sind keine Mähr-lein. Ich habe in meinem Vatterland einstendergleichen Natter-Weiblein derer Leib auffgefressen war / und ihre Jungen bey ihr leben-dig als Regen,Würmer an der Sonnen la-gen/ gesehen an der Saala bey der Schmeltz,Hütten. Von der Natter (Echt?) hat der Nat-ter-Stein (Echkis) seinen Nahmen / entwederweil er gleicher Farbe ist/ oder weil seine Gc,statt natterflecklgt ist. Wovon Plinius zu le,
jfen Üb. ;7- cap. II, und Solinus cap. 40. bey
den Teutschen wird er Natterstein geheissen.Er soll auch gut wieder den Gisst seyn Ebensolche Witckung haben auch die Natter,Zun-gen so lebendigen Nattern außgcrissen. Der-gleichen thut auch der gantze abgeschnitteneuah getrocknete Kopff / davon Nican-der jn Theriaca ZeUgNÜßgiebtt.
Das xxxix. Captttcl.
Dom Schlangen, Sterne/ Draconite.
D Raconites oder Draeonitas oder Dracha-ces ist ein Edelstein nach Plinii 1 ib.; 7 > L.IO.und 8o!ini Zeugnüß lM zz. cap. welcher wachstvom Gehirn der Schlangen : wann aber derKopff der Schlangen nicht abgeschnitten wird/weil sie noch lebet wächset darinnen niemals einStein / auß Mißgunst des Thiers / wannes suhlet daß es sterben muß. Derohalbenwird der Kopff der schlaffenden Schlangenabgehauen und also erlangt man ihn. DerSeelen Bewegung tragen hierinnen viel bey.Welche Zerstörung durch einige Feuchtigkei-ten gereimger wird. Es ist solcher von Farbeweiß. Er treibet alles Gifft auß und heilet al,le gifftige Bisse. Mit solchen prangen dieMorgenlandischen Könige / allwo auch grosseSchlangen funden werden. Unsere Hydriund Chelydri, graue Wasser-Schlangen treugen auch in ihren Köpffen zu weilen Steine(wie ich selbst gesehen) welche man nennenf 6nte (Draconues; Schlangmsteine/von ih-rer Gleichheit/ vieleicht wachsen auch diese außihren Gehirne: oder wie andere wollen / außdem Schaum welchen sie bey Frühlings,Zeiterwccken/in dem sie sich aneinander reiben oderauß dem Maule blasen/ und so denSehlangen-siein blasen / als wie bereits von den Krottengemeldet worden. Solche unsere Schlan-gen habe ich geschen von Farbe graublau oderschwartz/länglich zugespitzter Gestalt.- Alber-tus spricht / er habe einen Schlangensiein ge<>sehen/so auß einer solchen Wasserschlange ge-nommen gewesen / schwacher Farbe / nichtdurchsichtig/ welcher außwmdi'g mit einer et-was btaßfarbigen Schlangen bezeichnet ge-wesen. Auch dieser vertreibet gleich den wah-ren Schlangcnsteine alles was gifftig ist/ hei-let auch die gifftige Bisse und Stiche. Es hakauch Svpl iaroDcv die Haut von unstrnSchlan-gcn ihre Krafft in der Artzney. Ihr Rauchheilet den Außfall des Asstcr-Darms und derBärmuttcr. Auch der Balg oder Hausteinvon der Krotten/Heydechs(8re!lioni8 so seltengefunden wird / weil diß Tbier solche wiederverschlucket / (wieauch der Pfau seinen Mist/als welcher uns so was gutes mißgönnet) istgut denen so die fallende Sucht haben.
Daö XL. Capittel.
Vom Schlangenfarbigen Sterne /Ophite.
Mdem wir nun von dcmNatter-undSchlaugensieine gehandelt haben/kön-nen wir auch füglich Meldung thunvon demOpbke. Es ist aber der Ophi-tes eine Gattung des Marmelsteins dessenDioseoride5 drey Arten meldet. Die erste istschwer und schwartz. Die ander ist aschenfarbigso auch aschengraM Smuffen hat/ so mitDüpfflein unterschieden/welche bey uns wieman saget / nicht weit vom Joachims - Thalegefunden wird. Die dritte ist mit etlichen weist
ftn
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