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Corpus iuris & systema rerum metallicarum oder neu-verfasstes Berg-Buch, bestehend aus allerhand so alten als neuern collectaneis von Bergwercks-Sachen ... / [Johannes Deucer, Christoph Entzel]
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Das ii. Capittel.

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zu frieden blieb; denn GOtt der Allmächti-ge hat lange die Vergwerck an Tage gege-ben / und bringen lassen / auch recht verstän-dige Bergleute verordnet durch seinereicheundmilde Güthe; wenn rvr nur selber einig inseinem göttlichen Gehorsam blieben / nichtalso grob / muthwillig und vorsctzlich widerseine Heiligkeit sündigten ; solche Bergwcrckewüsteten wol zu erkennen und recht lernen zuverstehen; Denn ordnet GOtt der Allmäch-tige Christliche Obrigkeit / gut Regimentund beständige Berg-Ambtleute / an welchennicht ein weniges gelegen ist ; und solche/die da gantz treulich über Gottes Wort hal-ten / im Regen und Wind / Frost, undSchnee / und also Obrigkeit und Bergleu-te einmüthiqlich und beständig in dem WillenGottes beharren und erfunden werden / und,stch weder gutes / noch böses / weder Ertz noch'Guth/ noch die gantze Welt mit ihrem wütenund toben nicht davon abtreiben oder abschre-cken lassen : ZU w lctzem du / (!) höchsterGorr und Vatttv in deinem heiligen Fimmel uns allen wollest tmm reiche>, göccl.che Hülffe und Barrnh rtzig-- kcit mrldiglich verleihen / durch un-^ »fern einigen Heyland/Erlöjer / undNllrrcler / deinen allerliebsten Sohn-,ILsun, LHrtstum / in der Erkännr-nüssdeines yellrgen Geistes! auff daßdeine arme blinde Teutschen in dich und durchdeme Güre sehend werden/und nicht so blindherumb tappen / damit wir dein kleines Häuff-lein deine rechte ewige Weißheit lernen/ dasswir recht mre deinen (Süthern wissenumbzugehen/ und ein jeder verständiglichdurch uns recht geschickt / weß Stands auchder sey/ auss daß dein baufälliger Garten dar-eln du / Allmächtiger GOtt / allein Fröm-migkeit hast pflantzen wollen / in Tugend undGerechtigkeit wiederumb auffwachse und zu-nehme in diesem vergänglichen Leben / inFried und Einigkeit / auff dem We?e deinergöttlichen Warhrir / durch welche du getreu-er GOtt uns zu deiner ewigen Freude wol-lest leiten/ führen und bringen in das himm-lische neue Jerusalem / durch deinen einigenund allerliebsten Sohn unsern Versöhner undHeyland JESUM CHRISTUM/Amen l Dieser Mitttlgebürge sind auch vielauff Erden / etliche sind so hoch/ daß auchgedigen Ertz von Gold in ihnen gewürcketwird; und werden in weissen Sand / inschwachen Raum gediegen Gold Fkämm-lein gefunden. Das Gebürge ist je höher amTage / je gelber / und ein recht Hauptgebür-ge der Sonnen / von frischer / edler / undkkeinspeisiger Materie deß Gestirns; solcheaber liegen obnelallen Felsen/ und höher dennalle Berge umbher / und werden gemeiniglichhohe Heyden genennet; darumb / daß vielHeyden / und wenig Holtz darauff wächst.So bald sich aber die Gebürge außtheilen/alsvon dem Mittelpunct in Circkel / so wächstHoltz genug/ damit man zu aller Nothdurfft

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wo! versorget ist / das ist ein recht Mittelge-bürge/ daran die andern r,. hangen.

VomGoldgebürge.

i. wieviel seynd Goidgebörge / undwelcher Elgenschaffc?

Das erste Vorgebürg in denen allerhöchstenGoldgebürgen / welche alle einer Eigenschafftbejiändiglich seynd / und gegen Auffgang derSonnen liegen/ist ein klar und frisch Gebürg/warmer und beständiger Feuchte / einen mildenblauen Jaspiß gleich / doch finsterer und vonmehrer Dunckelschwärtz / denn blau- Dar-nach ist sein Mittelgebürg braunfarb alseindunckelroth gülden Ertz; sein Nachgebürgnicht recht dunckelbraun in denen Mittelge»bürgen werden die besten Carfunckel gewürcket/und in denen andern Gängen und Klüfftenvon gedigenrm Gold durchstreichend / und mitrothen / blauen / und grünen Aederletn dieKlüffte deß Gebürges sind vermenget / als eindurschcinend Glaß/ auch etliches weiß/als einPerlen-Mutker.

z. was «st das ander Gebürg?

Das ander Gebürg ist ein blau Goldgebürgauß Feistigkeit feuchter Materie und frisch/dar-innen werden gewürcket Diamanten / Ämeti-jien / Smaragden / auch großes Gold auffGängen; sein Mittelgebürg ist von schöner«velßlicht und kalter Materie , daraus führetdas Wasser weissen Sand/ voller gut und ge-digen Goldesund Jerlmüstinnerlich reich vonGoldgängen; sein Nachgebürge ist dunckel-blau und fest / ein gar schön und frisch Gebürg/darinnen werden Lasuren und Sapbier auffshöchste geläutert / auch reiche und beständigeGoldgäng gewürcket.

4. wre «stdasdr tkeGebürg?

Das dritte ist ein gretssig Vorgebürge/ frr«

scher und Mittelmässiger Marerie-darinn wirddas Gold Fietzweiß gewmckt/ in schlechtenMittclgebürgen ; sein Mittel ist sandig / undhar an etlichen Orten Kämme / daß kein Eisenhasstet/ als Glockenspeiß; da wird das GoldrauhigundStockweißgewürcket/mitwunder-bar lichen Steinen-Sein Gebürg ist weiß undgrrisig / frisch und schöner / denn ein Zienge-bürg; darinnen seynd Chrystaüm undgarvielGoldes. Diese Gebürge seynd alle bestandi-höchstgeläutertcr Materie. Die Mittel vonder Sonne / die Vorgebürge auch von derSonnen/mitVereinigung Lun«; die Nach-gebürg von der Sonne/ mit Vereinigung Jov»$-und derer Mittel aller Mittel/ das rst/ dasParadies / kommen über Indra heravßmit etlichen Armen; die da reichen biß in Nie-der Ungarn / deßgleichen ist fein Gegendrumb 'zum Westen gegen dem Niedergang und reichtmit seinen Armen biß in Frackreich: das stynddie reichsten Gebürge und Lande.,,

5. was ist das vrerdte Gsshörg ?

Das vrerdte Gebürg ist ein blau fchiesirigGebürge/ höchst geläutert durch Vereinigungder Sonnen mit dem Mond / feuchrund kalter

Materie;