Buch 
Corpus iuris & systema rerum metallicarum oder neu-verfasstes Berg-Buch, bestehend aus allerhand so alten als neuern collectaneis von Bergwercks-Sachen ... / [Johannes Deucer, Christoph Entzel]
Seite
118
JPEG-Download
 

ri8

Das vi Capitel.

nächsten fündigen Gangen / so in guter Ver-emigung nicht eigentlich in dem Mittel strei-chen von mancherley Würckung / ein wunder-lich und vermengt Ertz gewürcket / und ist seineziemliche Teuffe fünff und zwantzig Lachter.Zum dritten ist deren Vor-und Nachgebürgegar wenig -Hoffnung / derer Metall auff Gan-gen zu gemessen / und zwischen denen Vor-und Nachgebürgen in ewiger Teuffe gar nichtszu erbauen.

4, Wie lang bestehet na» das Ertz/ soman solches in frischen Asbürgenauff fündigen Gängenanrrrffr?

- In denen höchsten und alleredelsten Gebür-gen stehet das Ertz auff seinen fündigen Gan-gen /in solcher grossen Tcuffe biß man es nichtmehr gewinnen mag.

In denen andern hernach desselben gleichen;also auch in allen nachfolgenden Mitteln voneinem Ende / oder Ort der Erden zum andern:darnach in ihren Vor.unö Nachgebürgest;nachdem dieselben näher oder ferner an Mittel-.Orten. Da stehet das Ertz in vollkömmli-cher Würckung zu zweyund dreyhundertLach-terw nachmals m denen geringen zu ir.;.Lach-tern/ darnach zu 70. und zn so. Lachtern; nndfolgends zu;o. und 20. auch zu 1;. und -0.Lachtern - nochdem sich die Mittel verlieren /abnehmen / odet ferner hindan ziehen / nachdemauch verlieret die Würckung ihre Beständig-keit/ und verringert sich die Ertzliche Krafft/beydes in die Länge und in die Teuffe; wie dieWürckung ihren Einfluß hat; also bleibetein jedes Gebürgin seinem Stande und in sei-ner Unwürdigkeit / die Höchsten / die besten;die Mittlere Mittel; und die Geringsten blei-ben die Geringsten. Dieses ist nun der rechtewahre Grund aller einfachen Gebürgt/ verstehedie einiger Würckung seynd.

5. wie tieff und wie weit liegt^das Ertztrt denen andern Geborgen / dte manch-faleiger Vereinigung seynd/nach demEinfluss der würckung /die gleich hmund wieder / als die Arme auß dem gros-sen und weiten Meer an mancherleyÖrk ttttd Gebürg der Erden

flössen?

Gleicher Weiß / als sich die Gänge vielfäl-tig in deren Gebürgen von einander theilen/undan deroFäüen/ und Flehen/oder Gänge sichstossen ; also überwerffen und zutheilen sichauch die Gebürge da sie hart an einander stos-sen / und durch einander streichen: also / daßman solcher Gebürge ein recht streichen sind -sondern sie liegen und werden gefunden Stock-weiß ; die heissen denn eingeschlossene Mittel/von wegen daß sieumbund umb mir manchfal-tiger Einflüssen derer Vor-und Nachgebürge/darinnen nicht viel Ertz ist/ umbschlossen seynd.Diese eingeschlossene Mittelsind heimlicheunvüberauß reiche Gebürge / die also beständigli-cher Würckung und Einfluß nach ihrer Artvon denen Mitteln allein sind/ und allda em-pfangen uttdunbewegt bleiben 5 (als nach dem

reichen Land/ die besten Provintzen undJnsii-len /) derer Mittel ist leicht zufinoen; denn dieGebürgen wehren nicht lang / und seynd auchnicht brerttdarinnen liegt dasErtz gleicherWciß/in der Tcuffe / auff deren Gängen / nach denenfrischen und senfften / guten / oder geringenGebürgen/ wie vorhin auch gemeldt ist. Anallen in denen guten und frischen Gebürgen /bricht überauß groß / mächtig / dnd gewaltigErtz/ wie auff Gold / in etlichen Bergwer-cken; Als in dem Ungerland bricht; deßglei-chen bey uns im Lande zu Meisten / TuffmSchneeberg / Annaberg / und Marienberg /auch in St. Joachims Thal auff Silber ge-blochcn hat; hernach weiter in dem geringenZien Bergwercke-, als auffm Geyer und Ch-renfriedersdorff / auch in Böhmen auff gutenSiengebürgen; als zu Schlackenwalde/ auchin etlichen geringen Sübergerbürgen bricht.Solcher Bergwercke seynd sehr viele / die al-lerwenigftcn aber noch eröffnet oder entblöß,,worden; die meisten sind noch dahinden unduneröffnet: da wird man gantz langwierig/»beständig/reich und gut Ertz finden und an-,,treffen ; gleicher Weis als in denen ailerbe-sie« Mittchchürgm. Es ist aber auch allhiervornehmlich zu mercken / und zu wissen von-nöthen ; daß sich solch Ertz auff einem Gangan der länge in die? o.Lachtererstrecken thut/undin die Teuffe unter sich; dabrichts viellirffer/denn für sich/auffdie Gänge in die Länge hin.Zu diesem will ich nun das Quecksilber Gebürgsetzen ; denn es ist fast einander zu vergleichenan denen streichen / und mit seinem Vor-undNachgebürgen ( darein solche Gebürge ge-schlossen seynd. Dieses alles aber sind nocheinfache Gebürge (verstehe) die einiger Wür-ckung sind / und nicht ihr streichens haben wiedie andere Gebürge; sondern von dencnselbendahin verrückt seyn worden. Aber die Vor-und Nachgebürge seynd gemeiniglich viel undmancherley Würckung oderVercmigung/nachdcm Einfluß vcß Himmels t von wegen ihresschwachen Widerhalls. Denn sie haben nim-mer so viel Krafft als ihre Mitte! vermögen ;dammb brechen auch esst auff einem Gangdrrycrley Metall; als in denen geringen Gold-gebürgen Gold/Kupffer / und EisenmächtigeBroden auß Vereinigung Veneris mir Matteund der Sonnen: in denen geringen Silber-gebürgen Zien/ Kupffer / und Silber außVereinigung dun.-e mit Venere und ]ove: indenen ZieN-gebürgen Gold / Silber Und Zien/auß Vereinigung Jovis , Solis und Luna;: auchofftauffcinem Gang zweyerley Metall; als indenen geringen Gold-gebmgm auß Vereini-gung 8olis undTun»: bricht Gold rmd Silber/Kupffer/auch Essen/ mit etwas Gold: in de-nen Silber-gebürgen auß Vereinigung Vene.risundI.unX, Silber und Kupffer/ BlcyunvSilber auß Vereinigung derer Planchen; undfolgends in denen Ziengebürgen bricht Goldund Zien / auß Vereinigung Jov/s und ^ein-bricht Silber bricht Zien / darvon kommt dasWißmukh-Ertz- es bricht auch Eisen undZwitter; also auch in denen Kupffergebürgm

Gold