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Das ersteBuch
fcn/ mit allem Fleiß auff unsern Bttgwer- auchim Kriege/ dann wo man einmuhtig und.ckcn zu erforschen / wie alle Sachen stehen / zugleich angreifst/ da crfolgetgerne Sicg/undund ob etwas auff berührten Bergwercken thut offtmals ein kleines Haufflein/ daß mitzu verbessern und zu wandeln Noth sey/ und eimnühtigen Hertzen zusammen setzet mehr/oerwoegen laden wir Mühe und Arbeit willig dann ein grosser Hauff/ der unter sichzuthei-auff eins / daß wir andern gern Ruhe und let ist.
Friede machen woltm/und wann wir den Sa« Zu dem geschwomen Ampt,ffollen nicht an-
chen auff daß genaueste nachdachten - so nichtige und tadelhaffte Personen/ die manfinden wir/daß emfridlich und ruhst, Wesen sonst zu erbten Sachen nicht braucht / nicht^ried urd auffden Bergwercken / allermeist an der Ge-- verordnet werden / dann verleumbdte an-Ikuö /dis schworncn Ampt und Fleiß hasstet. Und da- tüchtige Personen / sollen nicht mit Würden»er Ge- , rum ist unser Gemüth und Meinung/ wo ihn begabt oder geziert / sondern vielmehr ge-schwvc-iea den Geschwornen auff rmstrnBerg-RechVt- strafft werden/ und einem am'üchtigen Dtann/
Fleiß gelc- was zu entgegen gehandelt und Arges wieder-- ist ein Ampt mehr eine Schande dann einefähret / daßste uns solches frey sicher und ohn Ehre / zu achten / da sichs aber zutrüge/ daß st-alle Scheu zeigen sollen/dann imr hören ihren licheanrüchtigePersonen zudem geschwor-Bericht und Anzeigung gerne/äuß der Ursach/ nen Ampt unwissend bestellt wären / odexund damit ihr Achtung undAnsehen / nicht nochmalsimberukrttmAmptsichubtihielten-abnehmen / und in Verachtung kommen die sollen auffdem Fall/nach Außfindung dermöchte/so wir sie nichthörcten. und wo sie Sachen / durch unsern Camrncr-Graffennicht allewege / ihres Gefallens/ durch uns und die andern Mit-Geschwornen / alsbald, bald abgefertiget werden / das wollen sie sich wiederum abgesetzt werden/auff daß Nicht einnichtverdriessenlassen/sondernbedencken/daß räudigt Schaff/ die gantze Heerde vergiffte/wir mit trefflichen und mannigfaltigen Ge« und darum wolle ein jeglicher Geschwornerschafften beladen/solches zu thun/je bißwei« sich wol vorsehen / daß er ihm selbst nichtlcn verhindert werden/und mit Gedult/ihres Schande zuziehe/dann tzie Gerechtigkeit willAnliegens, einer richtigen Antwort zubcquc- bey ui-erbaren Leuten nicht wohnen. .mer Zeit erwarten- , Dem Ampt der Geschwornen stehet unter Wie W .
Welcher gestalt die Geschworne / in ihrem andern auch zu / daß sie alle Urtheil in Berg- die Ge-Ampt und Stand sich verhalten sollen/seynd Sachen mit? guten Bedencken fassen/ und schwornen. wir bedacht in diesem Capitel nach einander also ordentlicher Weise von ihnen nicht ap- fL
Namen Berg-Richter / die zu vollziehen offenbahrcnvon dem geschwornenEyd/ den sie uns thun/ und sürbrmgen. Dann wie eine Thür im
Ursachender Ge-
schwornen zu aller Zeit treu und gewehr zu seyn / und Angel gehet / also wird auch ein RichterNamen, die Gerechtigkeit zu handlen/ tind dieweil es Lurch die zugeordentcn Geschwornen/ rcgie-gar ein schwer Ding ist/ Treu und Glauben ret/ und darum sollen die Geschwornen einbrechen/so wollen wir/das unser Cammer- Urtheil fassen/G-Okt den HErrn allein süxch-DieCam- Gxgss mit sondern Bedrucken / Rath und ten/ und vor Augen haben / niemand dertoffoßciT Fürsichtigkcit/ die frömbsten/redlichsten/bcrg- Gerechtigkeit zuwieder verschonen ohne ein>die Ge- verständigsten Männer / so er unter unsern ges Ansehen der.Personen/einen jeden/wasschworuen Berg-Voick finden mag/ zu diesem Ampt er« lhme vor Recht und Billigkeit gebühret/ zu»esteile»/ wählen und verordnenso!/und verseiblgcn so theilen.
md wieder viel/ als er zum Regiment des Bergwercks Die Geschwornen sollen in bösen Sachen Die Ge-«hlegen. zu seyn achtet. den Armen nicht zu viel baymhertzig seyn/ schworne»
Die verordneten Geschwornen / sollen sich dann dardurch werden sie gemeiniglich ärger/ lolle» ge-rn allen sürfallenden Sachen/wolgedachts um gleich wie die Gerechten / so man ihnen garfers Cammer-Graffen halten / und auff ihn zu viel zulegt / sich des überheben und stoltzi« £1 ' I
sehen / auch sollen sie durch niemand änderst/ ren / sollen sich also gegen der Gerechtigkeit ' !
dannberührtenunsernCammer-G'raffen/ih- halten/ damit sie niemand unrecht thun/rerAemprer entsetzt werden- und wie die Billigkeit und Gleichmässigkeit
Zu dem geschwornen Ambt/sol nicht Bat« in allen Sachen gegen den strittigen Parthey-ter neben dem Sohn / ein Bruder neben dem m/im Gerichte / zum höchsten bewogen undandern/tmd derSchwär neben scinemEidam/ bedacht/sol werden / also fol man auch in bö- ^zugleich sitzen / dann diese Personen machen sen Sachen / andern zuin Exempel und Ab- fSchmofftmals Strittigkeit gegen dem andern Mit- scheu / den Armen übrige Barmhertzigkeit h«McitGeschwornen/von wegen der nahen Freund- nicht erzeigen. istiiM gl- !
schafft und Verwandnüß / welches nicht Die Geschwornen sollen sich mit höchstem lemge gut
leichtlich geschicht / so mancherley Personen/ Fleiß hüten/daß sie weder durch Gunst/Lie-außcrhalbBluts-FreundschafftzuGeschwor- be/ Freundschafft / Leichtfertigkeit/ Gaben/nen verordnet werden / und ist warlich ein Zorn / Furcht oder ander Zufälle bewe-löblich und edel Ding / da eine gantzoVer- get/unrecht Urtheil sprechen / damit sie nicht Recht 'ttt-samlung der Geschwornen einmühtig und die Furcht und Aufrichtung des Rechten/ ®gleich gesinnet ist / alle Sachen mit höch- wissentlich in eine verdümpfliche Bitterkeitsten Fleiß/ außrichten/ und diese Tugend« ihrer Gewissen verkehren,schafft viel guts in Regimenttn/glcicherweise
Sir