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Corpus iuris & systema rerum metallicarum oder neu-verfasstes Berg-Buch, bestehend aus allerhand so alten als neuern collectaneis von Bergwercks-Sachen ... / [Johannes Deucer, Christoph Entzel]
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1S Bergmännische Redens - Arten.

$Utl/ ist ein Eisern Instrument / wie eine Kunst kollere, wenn die Künste stehen bkuKratzj:/mit p Zacken i damit dasErtz und den / oder etwas daran zubricht.

Berg in die Tröge und Körben eingefast Kunst-Grangen /1. Die langen Stan-wird. gen / so in der Schwingen gehen. Die

Kratze / ist ein Gezähe von Eise« mit einem Stcmgeen / so in Schacht auff die Leitung

Ochr/daran man einen Helm machet/ist gen schieben,bey dem Lehr eines Kräpels breit/und einer Kunst-Stangen treten aus dem Ge--guten Spanne lang mit einer Spitzen un- schlitts/ viäe. Gtecknägel.ten MderMittcn / wird in der Grube zum Kunst-Gkeiger / ist der Bergmann / derEinfällen gebraucht. . . ; die Kunst unter seiner Aufsticht hat.

Kratz-Schlicht/ist der Schlicht/der durch Kunst-Winde /Ist ein Instrument / da-

das Sieb im waschen gegangen ist.Kräy-Wäscher/ ist der in Puchwerck das, Geschur und Ofenbröcht puchen/ und reinmachen muß.

Krücke! / ist eine

mit die KunstStangen/ wenn sse gebro-chen / zusammen gedrucket/ also in einan-der gefuget werden.

Kurtze Schicht; Bestehet in 6. StundenArbeit. ' '

H -lm.hSltzE Kröckk »onjs.goll

Halß / Arm '/ und Wartze / der Bliuekkämt in die Welle / mit dem Halß liegt erim Zapffcn-Klotz / der Arm gibt den Hub/und die Wartze führet die Korb-Stangeherum / das Gestänge damit hin und wie-der zu regieren.

Krumq. / ist ein starck Eise« / bey ändert»halben Viertel Ellenlang mit Löchern/daßman ihn mit Schrauben an die Kunst-Stangen befestigen kan / in der Mittengehet ein Arm vor auff vierZoll lang/ forne

breit und n. Zoll lang mit einem Stiele /manbrauchtsie in den Wäschen auffPlan-und Glauch- Herden/ die gepuchte Mate-rie von dem Gefällt damit abzuflößen/ oderdie Abgelösten darmit zu zertheilen.

Kup / eine Zeche wird in 128. Theile einge-theilet / und heist man einen solchen Theileinen Kup.

Kux-Kräntzler / sind beeydigke Leute / diebey denen Bergwercken die Kuxe verhan-deln.

^-Lohndarvon bringen ; Sich «m-

nicht dmvon abfahrenKübel / vide, Berg--.

Kübel anböten mit dem Haspel den Kü-bel etliche Umbschläge zurückziehen / wennwünmerckt/daß er uNterwegens imSchachtsitzen oder stutzen bleibt.

Kübel die Teufte suchen lassen / >. c, Indie Teuffe bauen.

Kübel Und Ge>ft ernwerffcn > Wenn derSchurffso liess worden / daß man zu Auß-förderUNg der Berge einen Haspel setzenmuß / so nennetInan es i Kübel und

Kübel und Serst fahren lassen / u e. KeinBergwerck mehr bauen / es heist auch:Der Zeche den Rücken kehren.

Kühkamm/ ist das Beyl/ so die Steigerin und ausser der Grube brauchen.

Küh-Schichk/ ist eine Schicht vonzwölffStunden.

Kumpe; Nennen die Bergleute imHartz ihreGesellen.

sonst bemühen oder eine blase holen.

L.

r hker ist ein 6ey Bergwercken ge-wöhnliches Maaß vierdtehalb Frey-bergifche Elle lang/ wird in achtzig Zoll ein-getheilet.

Laden / sind mPuchwercken die Höltzer/darinnen die Puchstempel gehen.

Lagen des Gesteins/ist / wie das Gesteinlieget / an manchen Ort lieget es eben hin/an manchen Ort sencket sichs auch inetwas / in manchen fällt es flach. Wennnun unterschiedene Arten des Gesteins un-tereinander liegen/ als wie zu Mannßfeld/so nennet man es Lagen: Fallen und strei-chen dergleichen Arten durch einander / sosagt man : Das Gestein kämmet auseiner Lage in die andere : Wenn dieGänge ihr Streichens mit dem Gestein ha-ben /so sprechen die Bergleute: Der Gangstreicht und füllet mit dem Gestein itteiner artigen Gesteins-Lage.

Kunst / ist eine Marine die Wasser aus der Lagerwand / 1. ein festes Gestein/dar-

Gruben zu heben.

Kunst Außsthuen / >. e. das Leder von denKolben wegnehmen / vide, Zeuge.Kunstel hengen /e. einem betrügen; Esheist auch / einem ein Lädiern eintra-gen

bey man keines Zimmervs bedarff. r. DasFundament/ darauffdie Zimmer gefttzetwerden.

Lange Schichten / ist eine Arbeit vonzwolff Stunden / wird auch eine Kütz,Schicht genennet.

Kunst-Graben; Ist einGraben/ darinnen L-ngore / wenn man einen Schacht oder

das Wasser auff das Kunst-Rad gefähretwird.

Kunst hat den Hub verlohnn; Wenn- die Kunst übersuncken ist / daß sie keineGewaltInehr hat / die Wasser aus einersolchen Teuffe zu heben.

Gesencke niederstncket / und verspüret Ertzin einem Stoß/ so fährt man in Schachtoder Gesencke auff solcher Spur ein Ortanzutreiben: und dieses heist einLäng-

♦flr.

Laschen: