3 Architectura Hydraulica. Erſtes Buch.„
heben: Im folgenden ſind die vornehmſten Analogien, ſo bey demſelbigen ſtatt haben
angemerkt. e ee, 4 e
Tab. 4. Fig. 39. 82. Wann eine Potenz P, eine Laſt Q. nach einer mit der abhaͤngigen Flaͤche A.A logie d er c C 85* 2 z 2 8 0*
i abhängigen la, ſich die Hohe der abhaͤngigen Flache B C zu ſeiner Lange B. verhaͤlt: Dann, wann
chen. wir die Linie D F. zu A B. perpendicular ziehen, ſo iſt dieſe Linie die Direction der reſiſtt
renden Potenz, und formiren wir das Parallelogrammum E G; So exprimirt die Seite
D. oder E F, die Potenz P, und die Seite D E, die geſamte oder voͤllige Schwehre der
Laſt, nemlich nach dem statu æquilibrü; Wird ſich alſo die Potenz zur Laſt verhalten, wie
E F. zu E D. Da nun aber die Triangul D E F. dem Triangmo A B C. aͤhnlich iſt, ſo
folgt hieraus, daß E P: E DSB C: B A Oder beſſer/ daͤß P:? B OG BA
Fig. 40. 9. 83. Wann der botenz ihre Directions ⸗ Linie der Bafl des Plani inclinati A C. Pa-
rallel iſt/ wird ſich die Polens zur Laſt verhalten, wie ſich die Zoͤhe des Plan inclinan
B C, zur Laͤnge der Grund⸗Flaͤche CA. verhaͤlt: Weilen die Linie DF, wann ſie aufA B. perpendiculair ſtehet, ebenfalls auch die reiiſtirende Kraft exprimirt, wir noch uͤber
dem bey der Conſtruction des Parallelogrammi rectanguli E G„gewahr werden, daß P?
D der E ED(S.) Da nun auch der Triangul D E F dem Triangulo
6 hnlich, ſo folgt, daß k Fuß P= C. GA, oder beſſer, daß ve E= 50
Fig. 8 Wann dann endlich der Poten; ihre Direckiong⸗Linie weder mit der abhaͤngigen Flaͤe8 che, noch mit derſelben Grund⸗Flaͤche oder Bali parallel befunden wird, alsdann ſtehenim Siatu&quilibri, die Potenx und die Laſt/ mit denen Perpendiculan- Linien F L. und i
P E, in KRelatione reciproca.(F. 26.) a 5 a 1Proportio oder 6. 84. Der Keil iſt eine Maebine bon Eiſen oder Holz, die darzu dienet, CoͤrperAnalogia des auf eine kleine Hohe zu erheben; Im dieſem Fall haben ſeine Proportiones oder AnalogienKeils. mit denenjenigen vom Plano inelinato, gleiche Beſchaffenheit, nemlich in Anſehung der
Direction, nach welcher die agirende Potenz agivet. Wann aber der Keil zur Spaltungdes Holzes dienet, wozu er dann hauptſaͤchlich gebraucht wird, hat er die Figur eines
Triangul Squieruri; und die Gewalt oder Kraft, die ihn forttreibet, verhaͤlt ſichzur Kelten des Holzes, wie ſich die Selfte des Kopfs am Keil zur öben wir gedenken werden dieſe Analoeie nirgends ſiatt findet würde es unndthig ſeyn,deren Pemonttraton beyfufügen, wollen ſie alſo mit Stilſchweſgen übergehen.Was nun die Schraube anbelangt, die die meiſten Autores auch mit unter die ein—
fachen Machinen zehlen, ob ſie gleich aus einem Hebel und einem Plano inclinato zuſammen
geſetzt iſt, wollen wir derſelben vor jetzo noch weniger Meldung thun, jedoch uns aber dar-bey vorbehalten/ derſelben imm andern Capitel zu gedenken, da wir die Beſchaffenheit dern
Frtion, die beym Gebrauch dieſer NMaebine vorfallt, unterſuchen werden.
8 e Carteſii Principium bor die Mechanic.
Indem das Objectum der Meelanie nichts anders in ſich begreiffet, als die Coͤrper inBewegung zu bringen, und wir ſolche in ihrer Ruhe, um einen lxen Punct herumſattſam in Betrachtung gezogen, ſo iſt noch zu erweiſen uͤbrig, wie ſich die Geſchwindig-keiten oder Celeritates gegen einander verhalten, mit welchen dieſe Cörper ſich zu bewegen
eingerichtet befinden, oder mit welchen ſie ſich wuͤrklich bewegen wurden, wann einer bon
ihnen, er mochte auch noch ſo einen geringen Vortheil uͤber den andern beſitzen, anfteng, dasEquilibrium zu brechen. e„ 8Worinnen die F. 85. Wir muͤſſen aber vorher in Erwegung ziehen, daß ein Cörper nicht eher eine
Kraft oder Ge, Gewalt oder Kraft bey ſich hat, als biß er ſich in Bewegung befindet, und dieſe Gewaltnellh erbe, Cör⸗ um ſo viel gröſſer ſeyn wird, je wichtiger zu gleicher Zeit ſeine Naſſe, und je gröſſer ſeine Ge -per beſtehet, und ſchwindigkeit befunden werden wird; Gleichwie ein Rektangulum um ſo viel mehr Super.
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wie ſelbige zu
ſchätzen oder an, Reial-Innhalt beſitzet, je groͤſſer deſſen Bas und Soͤhe gefunden wird.„Wie nun aber
das Froductum dieſer beyden Dimenſiorum, gedachten Superfieial- Innhalt exprimiret, ebenſo wird das Proludtum der Naſſe in die Geſchwindigkeit eines Coͤrpers, dieſes CörpersGewalt oder Kraft, ſo guch ſeine Quamtitas motus genennet wird ausdrucken. 8
zugeben.
. 86. Gleichwie zwey Recdanguli, wann(hre Baſes mit ihren Hoͤhen in Relation
Geſchwindigkelt einander nicht gleich ſind, wenn nemlich ihre Maſſæ mit ihren Ge-
ſchwindigkeiten in Kelaſione reciproca ſtehen, dannoch gleiche Qlantitates motus oder glei-che Ktaͤften beſiz enn. 1.
8. 87
parallel gehenden Direction G E,; erhaͤlt, wird ſich die Potenx zur Laſt verhalten/ wie
ö Jolzes, 5 te des Reil, Laͤnge einervon ſeinen Seiten verhalt. Da nun aber in Anſehung derjenigen Nlachinen, von wel-