Band 
Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
Seite
48
JPEG-Download
 

48 Alrchitectura Hydraulica. Erſtes Buch..Der Gebrauch 9. 482. Wenn ein prismatiſch⸗ geformter Waſſer⸗ Behalter von J. Sah.dieſer Tabellen, he, 1902. Maaß oder 38 1. Pfundt Waſſer in ſich enthaͤlt, und in dem 6um ae 1 Oeffnung von einem Zoll im Diametro hat, fragt ſichs, wie viel Zeit er deinge chet, um ſich e wenn man nehmlich das Waſſer in e falprismatiſch? ge⸗ Ergieſſung ohnaufhoͤrlich fortlauffen laͤſſet? Solches dannenhero aufzulöſe 100foͤrmtes Gefaͤß be⸗ wir in der erſten Tabelle diejenige Geſchwindigkeit ſuchen, welche auf einen 1noͤthiget, um ſich Schuh Hoͤhe zuſtimmt, und alſo 15. Schuh, 6. Zoll betraͤget. Wie nun augvoͤllig auszulee Hoͤhe einer Waſſer⸗Saͤule von einem Zoll im Diametro zur Hoͤhe dienet, micha1356 der andern Tabelle ohngefehr 5. db. 15, Untzen vor die Waſſer⸗Verſchwendung. 10nungs⸗ Loches in Zeit einer Secunde angiebet, wenn nehmlich das Waſſer beſtändſanehmnlichen Hoͤhe von. Schuhen unterhalten wuͤrde, ſo erſehen wir alſo, daß wachSchwehre des Waſſers im Behaͤlter, nehmlich 38 1. Pfundt, durch die 90%Schwehre, nehmlich durch J. Pfundt, 5. Untzen dividiren, 6475. Secunden 110%nige Zeit heraus kommen, deren das Oeffnungs⸗Loch benoͤthiget, um eben ſo bee 5ſer herbey zu ſchaffen, als der Behaͤlter deſſen in ſich enthaͤt. Da nun aberZeit, deren der Behaͤlter benoͤthiget, um ſich voͤlig auszuleeren, zweymahl 0 1macht, als die kaum gedachte Zeit,(per§. 448.) ſo muß ſie dannenhero alſo:sch

zu ag4 00 0

f 38. Secunden betragen. NWenn diejenige 5. 483. Wenn ein prismatiſch⸗ geformtes Gefaͤß 740. Maaß Waſſer ahgeit, deren eincde⸗ haͤlt, und ſich durch eine in dem Boden 1— Gin 2 7 Ma 0faͤß e ausleeret, fragt ſichs, wie viel in denen fünff erſten Minuten heraus! 5e t wie viel in denen fuͤnff folgenden, und allezeit ſo von fünff zu fünff Minn

a wenlget auch die⸗ auf die fůnff letztern:. 6 ejenige Menge Wirr erſehen alſobald, daß die Zeit der Waſſer⸗Ergieſſung in 6. glacei ach ah ae n getheilet werden kan, und wir alſo ſelbige, wenn wir ſie nach ihrer natürlicher ze, alsdaf in Er, in Betrachtung ziehen, alſo vor uns haben, nehmlich: 1, 2, 3, 4,% 6 Hochfehlung zu brin⸗ Anzahl derer Pinten oder Maaß, welche ſich in einer jeden von dieſen Zeiten 60% d0 ben, in der nehmlichen Verhaͤltniß ſtehet, wie der Unterſchied derer ae

gen, wie viel in je⸗ ben f 0 f Ndem gefalligem nehmlichen Zeiten, jedoch in verkehrter Ordnung,(per 9. 441.) nehmlich ale fer

Theile der geſam 7, 5, 3, 1, ſo muß ſich alſo nothwendig auch die Summe dieſen aten Seit, heraus zu der Menge des Waſſers, welches das Gefaͤß in ſich enthlt, bel ber 11Kelalffen. wie ſich der groͤſſeſte Terminus zu der Anzahl dererjenigen Maaß verhalt, wei 100%

der erſten Zeit ergoſſen haben; mithin finden wir nach voͤllig vollbrachter 1167. Wie nun abermahlen zwiſchen 36. und 540. de he Verbale 10 50welche zwiſchen dem andern Termino der Progreſſion, 9, und der Anzahl pienthalten, welche in der andern Zeit heraus gelauffen ſind, vor welche Anſab adann 135, bekommen, ſo bringen wir alſo hieraus in Erkaͤndtniß, daß 100 bo 0Zeit 30. Maaß weniger ſich ergoſſen haben, welches dann auch der Unterſchle KTLerminis der Progreſſion iſt. Folglich bekommen wir 165, 135, 105 Feel iMaaß vor diejenige Menge Waſſer, welche mit jeder unmittelbar nach der Hemenen Zeit uͤberein ſtimmet. 15 4 774

* x* Xx*** 10

Jer folgt dann annoch eine Hydrauliſche Aufgabe, ſo mir eingefallen 15 leicht anderswo beyzubringen, nicht Gelegenheit haben moͤchte. Es l fAdem, daß ſie mit demjenigen, was ich in dieſem Werck abhandele⸗ chliche Ubereinſtimmung hat, allein ich hoffe, daß man mir dieſen kleinen Aus ch ahwohl wird hingehen laſſen, und zwar derjenigen Methode zu gefallen, derendiene, um ſolche aufulöſen, und deren man ſich auch wiederum in vetſchied en heNutz machen kan, wie man aus einigen in dem vierdten Capitul beygebra ben 0wird abnehmen. 70 e 0„ Hy drauliſche ö. 484. Geſetzt, wir haͤtten ein Faß, worinnen oo. MAufgabe die Un, und wir lieſſen durch den Hahn ein Mach peru lauffen, erſetzten esee e 6 der mit einem andern durch das Spunt⸗Loch hinein gegoſſenen Maaß Ne Zöhendend atenien be⸗ ander an, als haͤtte ſich das Waſſer vollkommen mit dem Wein vermiſch. 65 a 0„ iſſendz. auf abermahlen von dieſem vermiſchten Weine eine Maaß heraus, ersehen 0i nermaſſen durch ein anderes Maaß Waſſer; Zöhen alsdann von neuem n Thei 5 dieſer Vermiſchung heraus, erſetzten es gleichergeſtalt durch einen dritte ir ldi, 10ſer. Fragt ſichs alſo, wenn wir ſo fortfuͤhren, wie viel Maaß Waſſer 12 71.0gieſſen mußten, damit ſo viel Waſſer als Wein darinn enthalten ſeh?