auch in den piemontesischen Thäler»/ aller Verstrage ungeachtet, unter den schwersten Strafen gesradezu und gänzlich verbieten. Umsonst blieben diewiederholte, rührendeste Vorstellungen der Einwoh-ner; umsonst so viele Bittschreiben des Churfürstenvon Brandenburg, der Generalstaaten, der evan-gelischen Rantone. Im Namen dieser letzter» er-schienen den 26. Febr. 168Ü Raspar Muralt vonZürich und Bernard Muralt von Bern, als Ge-sandte, an dem Hofe zu Türm; mit Nachdruckempfahlen sie die reformirten Thalleute und baten,daß ihnen ferner die Gewissensfreiheit möchte be-willigt werden, so wie sie denselben in dem Jahr165z. und 1664. für immer aufs feyerlichste zuge-sagt worden. Da inzwischen die Thalleuke, oderdoch die einen und andern unter denselben durchgewaltsame Vertheidigung ihrer Rechte den Her-zog aufs äusserste erbitterten, so konnten für einmaldie ez'dgenößische Gesandte von ihm nichts weitererhalten als die Erlaubniß, unter sicherm Geleite,mit diesen Thalleuten selbst in Unterredung zu tre-ten. Diese Unterredung mit allen Geistlichen undmit den Abgeordneten der Gemeinden gieng zu Ou-dins in dem Thal Angrogne vor sich. Auf dieVorstellungen der eydgenößischen Gesandten, schie-nen die meisten Gemeinden nichts lieber zu wünschenals sichern Wegzug sowol für ihre Güter als fürihre Personen; die Gemeinden von St. Iean, vonAngrogne und Vobis aber entschlossen sich, inder Hoffnung auswärtiger Hilfe, Leib und Lebenfür Religion und Vaterland zu wagen. Nach wie-derholten Vorstellungen, wie eitel ein solcher Enks
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