Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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den, deren Bemerkung freylich weit unter der Würdeder Historie seyn würde, wenn sie nicht vielmaleben so gut als noch so grosse Streithandel den Ca-rakter der Zeiten bezeichneten. — Bey einem ausFrankreich vertriebenen Schneider hatte der engli-sche Resident für seine Tochter ein Kleid zu recht ma,chen lassen; die löbliche Meisterschaft in Zürich nahmdem fremden Schneider das Kleid weg; als sich hievüber Cc>xe beklagte, so mußten auf obrigkeitlichenBefehl zween Schneidermeister im Namen der übri-gen bey ihm eine Abbitte thun; zur Entschuldigunggaben sie vor, sie hatten nicht gewußt, wem dasKleid zugehöre. Nach dem Absterben seiner Tochterließ der Gesandte durch Zürcher Meister sein ganzesGefolg in Schwarz kleiden; nur für sich selbst be,diente er sich eines fremden Schneiders; diesem nah-men die Bürger das Kleid des Gesandten auf offe-ner Strasse weg; ihren Unfug wollte die Regierungbestrafen, allein sie hatten sich aus dem Staube ge-macht. Im Julius begab sich der Gesandte vonZürich nach Arau. Erst da eröfnete er den Gesand-ten der reformirtcn Baritone die Antwort des Kö-nigs. Nach langem Wortwechsel überließ man Loxedie Ernennung der Nriegeobefehishaber und schonhatte er einige erwählt, die in Geheim Volk anzu-werben begannen. Inzwischen cntzweyten sich dieRantone selbst untereinander; jeder machte Anspruchauf die obersten Stellen , und in jedem entstandenhierüber Familienzwiste. Mit wie viel Anmassungauch die Geistlichkeit sich in diese Handel eingemischthabe, hievon zeugt folgendes Schreiben von Dia-kon Luchstnger aus Glarus, unterm iz Oktober 1690.