traten die katholischen von dem gemeinschaftlichen,französischen Bund vorn I. 166z ab und beschworenden y May 1715. nebst den wallisern zu Solo»thurn eine neue Verbindung mit Frankreich. Wahrrend der Bundsbeschwörung hieng das Bild des Kö-nigs über der Kirchthüre; die eydgenößischcn Ge,sandten wurden prächtig bewirthet und jeder erhielteine güldene Kette von 80 Duplonen zum Geschenk.Ueber diesen Bund walteten verschiedene Gedanken.Die Einen glaubten, daß sich dadurch die kathvl»scheu Kantone zum Nachtheil ihrer eignen Unabhang-lichkeit allzu eng mit Frankreich vereinigt hätten;andere schwazten von gewissen , geheimen Artikeln.Zu Zug und an andern Orten schlug man Paßquil-len an und erklärte die französischen Louisdors alsTalismanns , wodurch man verblende worden wäre.Man muß es gestehn, daß der französische Lott-schafter keine Mähe sparte, auch die reformirtenRantone zum Beytrit in diesen Bund zu bereden:Allein seit der Vertreibung der Hugenotten waren diebeyden Vororte gegen Frankreich kaltsinniger ge-worden und sie neigten sich mehr gegen Holaildund England. Schon im I. 1712 hatte Lern einSchutzbündtniß mit den VII. vereinigten provtn-zen errichtet. Der Graf dü Lüc begab sich jzt ausder Schweiz weg und kam als Bottschafter nachWien. Die katholischen Aantone mußten also fürsich selbst denken. Zur Beylegung aller Uneinigkei-ten traten sie in Glarus zusammen und luden diereformirten Bantone auch ein. Anfänglich ent-schuldigten sich diese, mit Verdeuten, daß nun dieUrheber jenes einseitigen Bundes mit Frankreich
«
d
n
d
fi
L
7
n
h
t
v
s
i