Z2 Die Ingenieur - Wissenschaft,
Waffen, und in dem ^ronron die Königl- vsvlst- mit Bildhauer « Arbeit ange-bracht, alles aufs feinste nnd netteste ausgehauen, in dem besten Kütt-Mörteleingesetzet, wol gefugt und anfs sauberste hergestellet. Wobey noch dahin zu se-hen, daß alle Fugen auf 13. Zoll lang vollkommen Winkelrecht, und alle Quadermit einem Drittheil von Kopf-Steinen, die 2. Schuh tief einwärts streichen,un-termischt, oie auö-und einwärts laufenden Verkröpfungen , und überhaupt dieganze Auszierung, denen Grund-Miffen und Durchschnitten, in allen und jedenStücken,vollkommen gemäß seyn. Die Wölb-oder Bogen - Steine, hinter derStirn-Wölbung wie auch der Hintere Theil des Thor-Gemäuers, wie nicht we-niger auch die obern und untern Wiederkehren oder Seiten der ks^äen, müsseninsgesamt mich aus zugehauenen Steinen hergestellt werden.
Durch- Die Fundamente der Mauren des Durchgangs dieser Thore werden biß angang den Fuß-Boden dieser Passage aufgeführet. Alsdann macht man auf jederdurch die Seite einen z. Zoll breiten Absatz, und legt zu beyden Seiten des Durchgangs 2. La«Thore, gen glatt und sauber zugehauene Steine, jede r. Schuh hoch-, Man untermischtsie mit dem dritten Theil solcher Kopf - Quader 7 die ungefähr auf anderthalbSchuh einwärts streichen,oder eine so liesse Bindung geben. Über diesen Lagen for«miret man noch einen andern 2. Zoll breiten Absatz, und erhöhet alsdann die eigent-liche Seiten - Mauren vollkonnnen lothrecht, vorn ander Stirn oder am Hauptemit Backsteinen, anderthalb Schuh dick ausgefüttert, den Hintern Theil aber,der an der Erd - Seite anstößt, schlechtweg nur mit rohen Bruchgestein, Kieselnoder auch nur mit Backsteinen, und zwar 5. Schuh hoch- Hier muß nun diesesSeiten-Gemäuer nach der Setz-Waage wol abgeebnet und gesäubert werden;wenn dieses geschehen, bedeckt man solches mit einem durchstreichenden Kämpfer,aus lauter zugehauenen Steinen 8. Zoll hoch; über welchen Kampfer hernachdie Wölbungen ihren Ansang nehmen. Die Strebe - Pfeiler an diesen Seiten-Gemuacrn bekommen mit diesen letzterngleich tiefe Fundamente, und werden nurWand- aus groben Maurrwerk hergestellt. Die innern Wand-Pfeiler mit ihren SchwillPfeiler. Bögen bestehen auch aus zugehauenen Steinen 2. Schuh breit und 2. Schuh Vor*sprung; diejenigen, zwischen welchensich die Fall-Gatter befinden, sind ^.Schutz10. Zollbreit, die Anschläge oder Faltze mitgerechnet, welche io. Zolle im Lichtetweit, und eben so tief sind, da hingegen die andern Pfei ler im Mittel der Passatmehr nicht als 4. Schuhe Breite haben. Sie stehen insgesamt 9. und einen halbesSchuh weit von einander, und ihre Stein-Lagen gehen oder streichen durchausso daß2. Quader den drittenbinden; wobey weiter zu beobachten, daß diejenigen, dienichtdurchaus gehen oder doppelten Bund machen, ausnichtmehrern als 2. We^stücken bestehen sollen ; und mit dieser Art der Lager«Binde fähret man biß MSchliessung der Schwibbögen fort.
An jeder Seite dieser Mauern macht man ein Futter-Gemäuer von trock^nen Stein «Schichten, unterhalb mit einem Gerinne, die Feuchtigkeit von 0/»Vor - Mauer abzuhalten. Alsdann schreitet man über dem Kämpfer zurbring, welche mit Backsteinen geschiehet, und zwar 2. Schuhe dick, vornande.Wölbungs-Fläche eng gefugt, nach der Mücken -Fläche aber zu immerweiter, 1wie es ihr Bogen - Schnitt mir sich bringet. Nach geschlossener Wölbung bedea^man dieselbe mit einem guten Wasser-Kütt-Mantel, i. Zoll dick, jedoch nur«denjenigen Orten, wo sie von keinen Gebäuden bedeckt werden.
Dir