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Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
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133
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zersprengbar ; verhält sich vor dem Löthrohre wie Ocker;bricht zu Brandau, Prohn , Priesen in Böhmen , Weh-rau in der Oberlausitz rc. Gibt ein dickes und zähesEisen.

k) Thon -Eisenstein,jaspisartiger, we-gen seiner Achnlickkeit mit dem Jaspis von Hrn. Wer-ner so genannt. Don bräunlichrother der blutrothcn sichnähernder Farbe; bricht nur derb; inwendig schimmernd;im Bruche eben ins Flachmuschliche übergehend; dieBruchstücke unbestimmt eckig, im Großen rhomboida-lisch, den würflrchm sich nähernd; durch den Strich et-was lichter, zugleich etwas ins Graue fallend; demHalbharten nahe; nicht sonderlich spröde; znnlich leichtzersprcngbar; schwer. Findet sich zu Fischan in Oester­ reich auf einem mächtigen Flötze, und wird auf eine ei-gene Art verschmolzen.

c) Thon-Eisenstein, körniger ( ker. ockr.nrgill. lenticulare) , oder so genannteHir se n-und Lin-sen er;; dunkel lräunlichroth , auch röthlich- dunkel-gelblich- und Haarbraun, graulichschwarz, und von ei-ner Metallfarbe, die zwischen bräunlich- und kirschroth,sich in die stahlgiaue zieht; derb und in fremdartigenGestalten; theils U kleinen zusammengebackenen Körnernfast wie ein lockerer Rogenstein; zuweilen mir siahlgrauemSchimmer, sonst zufälliger Glanz von außen, inwendigbald stark, bald schwach schimmernd; im Bruche fein-erdig, bey der Haarbraunen Abänderung dem Ebenennahe; stumpfkantize Bruchstücke; theils rund, theilsplattgedrückte linsenförmig körnig abgesonderte Stücke;im Striche nach der Farbe der Abänderung, der rothenlichte blutroth, der braunen lichte gelblichbraun und zu-gleich metallisch glänzend; theils weich, theils sehr weich,auch halb hart; etwas abfärbend; findet sich unter an-dern in Böhmen zu Radnitz (Zieselerz) und Prohn,zu Braunsdorf am Westerwalde, zu Elwangen , Aalen im Wärtembergischen, S tufferz genannt. Er gibtein gutes Stab- und Gußeisen.