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Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
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214
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milde; leicht zerfi>rengbar; nähert sich dem reichten (nachBriffon »,»74l — 2,3 >o 8); Bestandtheile nach Kirwan3- Kalk; z» Schwefelsäure; 38 Wasser. Dieß ist dergewöhnlichste Gyps, für dessen Vorkommen es charak-teristisch ist, daß er fremdartige Körper eingewachsen ent-hält, als Arragonit, Boracit, Quarz- und Kalkspath-krysiallen. In einigen Gegenden findet man ihn auch mitdichtem Kalkstein, natürlichem Schwefel, und zuweilenSteinsalz innig gemengt, welcher in dieser EigenschaftGy psleb erst ein heißt. Seine Fundörter sind unterandern Herrengrund unweit Neusohl in Hungarn; Kra-kau in Pohlen; Munzig in Sachsen , Dürrenberg inThüringen, mit Boracit bey Lüneburg , ein schön wei-ßer silberschimmernder (Katzenstein) bey Jena . Ermacht den Uibergang in den dichten, faserigen und zu-weilen späthigen. Der klein- und feinkörnige wird ebenauch als Alabaster benützt; seine übrige Benützung istgleich anfänglich angegeben worden.

«) späthiger Gyps (gypsum selenites ; seie-nde), sonst unter mancherley Nahmen bekannt, als Se le-nit, Marien eis,Frauenglas,Spiegelstein,Gypsspath, Katzenspath, Glanzspath, Schei-be nspath, gewöhnlich gelblich-oder graulichweiß, ausder ersten geht er durch das Wachs- und Honiggelbe insNelken- und Gelblichbraune selten Pechschwarze, undaus der graulichweißen durch das Gelblich- und Rauch-grane , zwar selten in die aschgraue; zuweilen spielt erRegenbogenfarben; bricht derb, am häufigsten krystal-lisirt in sechsseitige, meist breite und ziemlich schiefwink-liche Säulen an beyden Enden stumpfwinklich zugeschärfr,die Iuschärfungsflächen schief, doch unter einander gleich-laufend auf die breitenSeitenflächen aufgesetzt, wodurch dieKrystalle ein rhomboidalisches Ansehen erhält; die schar»fen Endkanten zwischen den Zufchärfungs- und den zweyschmalen Seitenflächen abgestumpft, und die Ecken zwischenden stumpfen Abstumpfungs- und die daran stoßendenSeitenkanten gleichfalls abgestumpft; aus diesen entsteht