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Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
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221
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kohle noch eine Farbe, die fälschlich so genannte Um-ber, und wo sie viel Schwefelkies enthalten, wie inden genannten böhmischen Ortschaften, können sie aufAlaun benutzet we den. Nach Doigt findet sich noch ei-ne graue Erdkohle bey Helbra unweit Eisleben ,von weißlichgrauer, juweilen etwas dunkler Farbe underdigem Ansehen; sie ist zerreiblich, glänzend durch denStrich, schwimmend, und so leicht entzündbar, daß sieaugenblicklich am Lichte brennt, und Bitumen heraus-tröpfelt. Sie liegt nesterweise in der braunen Erdkohle.

r ) B it u m in osc s - H o l z, faseriges, vonlichte und dunkel schwärzlichbrauner Farbe, die von ei-ner Seite in die nelken- holz- haar- leber- und gelblich-braune, von verändern in die pechschwarze übergeht;äußerlich hat es ganz die Gestalt der Bäume und ihrerTheile, nur meistens platt gedrückt; im Hauptbrucheschimmernd, lichter von Farbe, und im Mittel zwischenschiefrig und faserig und so vollkommener Holztextur,daß man selbst die Jahrgänge wahrnehmen kann; imQuerbruche wenigglänzenb, dunkler von Farbe undmuschlich, und dieß desto mehr, je mehr es sich der(gemeinen) Braunkohle nähert; theils splittrige, theilsscheibenförmige Bruchstücke; glänzt durch den Strich;dem sehr Weichen nahe; milde; schwer zersprengbar(springt mehr in die Länge, als in die Quere); wenigkalt; elastisch biegsam; leicht (nach Wiedemann -,z8znach dem Einsaugen des Wassers). Das bitum. Holznähert sich am meisten der (gemeinen) Braunkohle, unl»wird sehr oft damit verwechselt, ist aber davon unter-schieden. S. Braunkohle, bey Steinkohle. Es brenntsehr leicht mit einem von den Steinkohlen verschiedenenGerüche. Auf der Westküste von Jütland bricht nachSchumacher eine Abart dieses Holzes von schwärzlich-brauner ins Graue fallender Farbe; nierförmig; inwen-dig matt; nach allen Richtungen vollkommen muschlichim Bruche und scharfkantigen Bruchstücken. Das bitum.