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Rupfer, salzsaures, von Blumenbach nach seinemersten Fundorte, der Wüste Atacama, wo es in einem klei-nen Flusse vorkommt, Atacamit, sonst auch salz-saurer Kupfersand, salzsaures Kupfer, Ku-pferhornerz, grüner Sand au's Peru ge-nannt (nach Hau,) cuivre muriare), von einer Mittel-farbe zwischen lauch- und smaragdgrün, theils smaragd-und olivengrün; derb, eingesprengt und in sehr undganz kleinen oft- mit beyden Enden ein- oft an- und durch-einander gewachsenen Krystallen von dünnen sechsseitigenmit vier breiten und zwey schmalen Seitenflächen anden Enden zugeschärften Säulen, auch von etwas ge-schobenen vierseitigen, vollkommenen, an den Enden zu-geschärften Säulen; von dünnen rechtwinklichen viersei-tigen , vollkommenen, oder an den kürzern Seitenkan-ten zugeschärften, an den längern Seitenflächen in dieLänge gestreiften Tafeln, die meist verworren oder bü-schelförmig zusammen gehäuft sind, auch sehr und ganzkleinen dünnen sechsseitigen zellig zusammen gehäuftenTafeln; einzelne Krystallen gewöhnlich glatt und starkdemantartig glänzend auf der Oberfläche; der derbe auchnur wenig glänzend und schimmernd; inwendig wachs-artig glänzend; im Bruche blättrig, stellenweise versteckt,nicht sonderlich scharfkantige Bruchstücke; grob- und klein-körnig abgesonderte Stücke; (nach Link aus- und durcheinander laufend strahliger Bruch, der in den blättrigenund anderseits in den faserigen übergeht; kurzsplittrigcBruchstücke und stänglich in das Körnige übergehendabgesonderte Stücke); einzelne Krystallen durchsichtig,und gegen das Licht gehalten smaragdgrün, der derbeundurchsichtig; weich; blaß apfelgrün im Striche; et-was milde; leicht zersprengbar; an das Schwere gren-zend (nach Herrgen 4,43°8). Derknistert vor dem Löth-rohre, färbt die Flamme lebhaft lasurblau und sma-ragdgrün , und gibt ohne Arsenikgeruch ein Kupferkorn;auflösbar ohne Aufbrausen in der Salpetersäure, nochleichter in der Salzsäure; diese Auflösungen werden grün