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Mineralogisches Handlexikon oder alphabetische Auffstellung und Beschreibung aller bisher bekannten Fossilien ... : nach ihrer alten und neuen Nomenclatur und Charakteristik, ihrem geo gnostischen Vorkommen und ökonomisch-technischen Gebrauche, sammt der in die Ordnung des Alphabets eingeschalteten Erklärung der zur Charakteristik gehörigen Kunstwörter / von Professor Jos. Red. Zappe
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371
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ausfallen, je nachdem die Conststenz desselben ist. Fin-det sich als ein überhaupt seltenes Fossil mit Gediegen-Quecksilber, Silber und Zinnober in Zweybrücken auf demMoschcllandsberge und Stahtberge; inHungarnbey Nie-derslana und Rosenau angeflogen auf Zinnober in Kalk-stein; in Salzburg und Schweden . Könnte auf Silberund Quecksilber benutzet werden, wenn es nicht so seltenwäre. Unterscheidet sich vom Gediegen-Silber durchdas Versilbern des Kupfers und seine Sprödigkeit.

c) Quecksilber-Hornerj (hydrargyrum rnine-ralisatum corneum ; mercure corne oder muriate mercu-riel doux , nach Hauy mercure muriate ) , sonst auchHornquecksilber, natürlicherTurpith, wei-ßer Markasit, auch natürlicher oder gediege-ner Sublimat; lauter Namen, die von seiner Mi-schung abgeleitet sind, genannt. Gewöhnlich von dun-kel und lichte asch- gelblich - rauch- und grünlichgrauer,auch graulich - gelblich - und grünlichweißer und zeisig-grünrr Farbe. Findet sich sehr selten derb, öfters ein-gesprengt, angeflogen, meist in sehr dünnen Drusenhäut-chen, die kleine Blasen bilden, in undeutlichen unbe-stimmbaren Krystallen, die aber doch rechtwinkliche vier-seitige Säulen zu seyn scheinen. Auch in sehr kleinenzusammen- an-auf- und über einander gewachsenen, sel-ten zellig zusammengehäuften Krystallen von vierseitigenSäulen mit zwey gegenüber stehenden breitern und zweyschmäleren Seitenflächen und sechsflächig zugespitzt; vonsechsseitigen Säulen an den Enden zugeschärft; von voll-kommen achtseitigen Säulen mit abwechselnd breiternund schmälern Seitenflächen; von lang gezogenen dop-pelt vierseitigen Pyramiden an den Endspitzen schwach,oder nur an den Seitenkanten stark abgestumpft; end-lich von vollkommenen Würfeln und Rhomben, seltentreppenartig an einander gereihet. Die Oberfläche derKrystalle theils glatt, theils drüsig, auch zuweilen zer-fressen und glänzend, das sich dem Starkglänzenden nä-hert; inwendig glänzend, auch wenig glänzend von aus-

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