cher sind die Wiesen, durch welche besonder- gutes Rindvieh,Schaafe und Ziegen ernährt werden. Die meisten Bedürf-nisse werden zum Theil sehr mühsam aus den Ebenen aufden Harz geschafft. Der einzige Erwerbszweig ist derBergbau.
Dieses Gebirge wird von einem kräftigen, ausdauern-den Volke bewohnt, welches seit acht Jahrhunderten unge-heure Reichthümer aus dem Schooße der Erde zu Tage ge-fördert hat, und dennoch stets arm geblieben ist; welches dieGefahren feines Standes und das rauhe Klima seiner Ge-birge jeder andern Gegend der Erde vorzieht, und oft nichteinmal die Ebenen besucht.
Der Bley-, Silber- und Kupfer-Bergbau ist in,dreyDistrikte getheilt, nämlich: i) den Zellerfeldcr, 2) denElausthäler und Andreasbcrger, z) den des Unterharzes (derEommunion).
Im Hannovrischen Harze liegen sieben Städte» welchedie Titel und Privilegien von freyen Bergstädten ha-ben. Clausthal , die erste derselben, hat 7400 Einwohner,die übrigen heißen Zellerfeld, Grund, Wildemann , Lanten-thal, AndreaSberg und Allcnau. Die Bevölkerung dieserStädte nebst den kleinen Oertern Sieber, Lohnau, Bunten-bock und Eamschlacken u. s. w. betrug nach einer Zahlungim Jahre r8"5- 22,555 Seelen. Im ganzen Harze be-trägt die Bevölkerung ohngefähr 5ci,vvo Menschen.
Bergbau ist, wie schon gesagt wurde, der Haupt-Er-werbszweig des Harzes, die Bergsiädte aber verdanken ihr Da-seyn lediglich dem Bergbau auf den Bley-, Silber- urd Ku-pfer-Erzgangen. Diese gewöhnlich sehr mächtigen Gänge strei-chen im allgemeinen von Nord-West nach Süd-Ost, undfallen ohngefähr 80° nach Südwest, sind aber in gecgnosli-schcr Hinsicht von der Erz Masse deS Rammelsberges beyGoslar wesentlich verschieden.