Band 
Erster Band.
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schnitt also jährlich 63967 Rthlr., und folglich 19 Malmehr, als in den vorigen 26 Jahren.

Im Jahre igo? hat das Magazin die Früchte zu demmittlern Prciße von 9 Rthlr. das Malter angekauft und,4226 Malter 5 Himtcn ausgetheilt; der Magazinschadcnbetragt daher 7 ','24 Rthlr.

In dem Clausthäler und Andreasberger Bergamts - Be-zirke tragen den Magazinschadcn zur Hälfte der Landesherr,die Erwecken um ein Drittel und die Dergbaukasse um einSechstel. Der von den Gcwerken zu tragende Theil wird inden wöchentlichen Anschnitten berechnet, und ist also unterden Bergkosten begriffen; die Zehntkaffe berechnet daher nurdie ihr zuständigen Theile des Magazinschadens, obgleich siedas Ganze an das Magazin bezahlt.

Im Zellerfeldcr Bergamts - Bezirke *) soll der Magazin-schadcn zu ein Drittel von dem Landesherrn und zu zweyDrittel von den Gewerkcn getragen werden; allein da dieGruben dieses Bezirks schon lange nicht mehr diese Obliegen-heit zu entrichten im Stande sind, so bezahlt der Landesherrdas Ganze als einen den Gruben gemachten Vorschuß.

Man wird nach dem bisher Gesagten leicht einsehen,baß die gewöhnlichen Einnahmen der Zehntkaffe im allgemei-nen geringer als die Ausgaben sind. Die Berghandlungmuß dann auf Requisition des Bergamtcs die nöthigen Sum-men herbey schaffen. Dieß ist jedoch aber nur bey denClausthälcr und Zellerfeldcr Zehnten der Fall, abernicht bey den Goslarschen; denn dieser liefert, ohner-achtet des geringen Preißes, womit ihm die Berghandlungendie Produkte bezahlen, noch reinen Ueberschuß ab. Es liegt

*) Das Zellerfelder Dergamt ist jetzt mit dem LlauLthäler »er»einigt» H.