Band 
Erster Band.
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Der Vertrieb der Harzer Berg- und Hütten-Prodnctefindet hauptsächlich »ach Hamburg und Bremen statt, wiewir schon weiter oben sahen. Zur Erleichterung desselbensind in jenen Städten, so wie in Goslar , Lsterode, Magde­ burg , Braunschweig , Zelle, Hannover und Lüncburg, Facto-reien befindlich. Jedoch werden nur in den Hamburger undBremer Factoreien große Geschäfte der Art gemacht. Vondort geht das Bley zur See nach Amsterdam und Rotter­ dam , nach Roue », von wo aus es sich durch Frankreich ver-breitet, und nach Livorno , dem Stapelplatz für Italien . InSpanien ist das Härzer Bley Eontrebande; nach Englanddarf es nicht kommen, weil das englische Bley bey weitembesser als jenes ist, und England auch einen Ueberfluß an !Bley hat. In Kriegszeiten, besonders wenn der Verkehr zurSee gehemmt ist, leidet auch dieser Handel sehr, und derVertrieb geschieht dann längs den Küsten auf kleinen Fahr-zeugen.

Vorzüglich wird das Bley zur Bleyweiß- und Mennige-Fabrikation angewendet, und es existirt keine Fabrik von Be-lang dieser Art in den Hannovrischen Staaten, welche mitden fremden, besonders mit den Holländischen, rivalisirenkönnte. Es sind in Osterode Versuche dieser Art gemacht'worden, und es steht sehr zu wünschen, daß sie gelingen.

Der Verbrauch des Bleyes in den Arscnälen ist gering,denn von >8oo Eentncrn können 4 Millionen Kugeln ge-gossen werden.

5 bis 6000 Eentner Bley werden jährlich auf den Sai-gerhütten zu Neustadt an der Dosse und zu Hektstcdt ver-braucht.

Ein bedeutendes Quantum kauft die große Rollenbley-und Schrotgießerey des Qberfactors Schachttrup zu Dstc-srode, bezahlt jedoch nur mäßige Preiße.

Die Glöttc wird ebenfalls durch die Factoreyen vertrie-