Einleitung
zum technischen Theile des Werkes.
Äöenn seit Vitruv es die grüßten Baumeister erkannthaben, daß die besten Lehrbücher der Architektur in Samm-lungen und Vergleichungen der Meisterwerke dieser schönenKunst beständen: so ist es ausgemacht, daß diese Methodeauch mit dem besten Erfolg bei der Bergwerkskunde an-gewendet werden kann. Die Gegenstände der Architekturstellen sich dem Auge und dem Nachdenken der sie Be-trachtenden von selbst dar, und jedermann kann sie be-wundern, ohne das Ganze und das Einzelne aus Zeich-nungen zu ersehen. Mit den Bergwerken, dielen unter-irdischen Denkmählern der menschlichen Kühnheit undAusdauer, ist es anders. Welches menschliche Auge sahjemals hie Gesammtheit einer Grube! Der geübtesteBergmann kann nur den Raum beobachten, in welchemer sich befindet, indem «r die durch seine Anstrengungeneröffneten Eingeweide der Erde durchführt Nur mittelstder Geometrie und der Geognosie kann man zu derAnficht eines Bergwerks in seiner Gesammtheit und seinenEinzelnheiten gelangen.