Band 
Zweyter Band.
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Das sänftige Ansehen der Gebirge, d. h. wenn sie sanfte Abhän-ge undPlateau's haben; das Daseyn von vielen tauben Gangen,und von metallischem Sande; die Nachbarschaft von schon bekann-ten Lagerstätten, wie z.B.des thonartigen Eisensteins für die Koh-len; endlich Salz- und Mineralquellen, sind wohl auch Anzeigen;allein wenn eisen - und kupferhaltige Gewässer aus Sandund Thon kommen: so verdient dieß wenig Aufmerksamkeit,weil diese Gewässer, eben so wie metallischer Sand und Salz-quellen, weit herkommen können. Zch bemerke hier noch,baß an manchen Orten, und namentlich zu Clausthal amHarz , ein Roteisenstein über den reichen Lagerstätte» vor-kommt, daher man ihn eiserner Huth nennt. Esscheint, als habe das silberceiche Eisenerz, welches man inSüdamerika unter dem Namen Pacos gewinnt, einigeAnalogie damit; allein das Eisen ist so häufig in der Naturverbreitet, daß man sein Dasein im Allgemeinen für keineAnzeigen für dasjenige anderer Metalle rechnen kann, dieBeziehung mit der Kohle ausgenommen, welche häufig inBegleitung des thonartigen Eisensteins vorkommt.

Das sicherste Mittel zur Beurtheilung, ob in einemGebirge bauwürdige Lagerstätten nutzbarer Mineralien ent-halten seyen, ist i) eine Gegend, rücksichtlich ihrer geogno-stischen Beschaffenheit genau zu untersuchen; 2) im Falleman gegründete Hoffnung hat, Lagerstätten zu finden, Ver-sucharbeiten zu treiben, von denen weiter unten geredet wer-den wird.

Literatur.

Werner's neue Theorie von der Entstehung der Gänge,mit Anwendung auf den Bergbau. Freyberg, 1791.

Eharpentier's Beobachtungen über die Lagerstätten derErze. Leipzig , «799-