Band 
Zweyter Band.
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ähnlichen Fällen ist es zuweilen noch vorthcilhafter, vonTage aus einen Stollen nach der Lagerstätte zu treiben, diesequerschlägig zu durchfahren und dann im Innern einenSchacht abzusinken, dessen Gesenke im Liegenden besindlichist, wie wir es am Rammclsberge sehen werden.

Ist die bauwürdige Lagerstätte eine stockförmige Masse,so müssen die Richtschächte im Gcbirgsgcstein abgesunkenwerden. Dort sind sie mehr vor Brüchen gcsicl)ert, undman braucht in ihrer Nähe keine Bergfesten der bauwürdi-gen Masse stehen zu lassen. So sind die meisten Schächtedes Stahlbergs und zu Fahlun angelegt. Die Regel ist je-doch nicht ohne Ausnahme; denn zu Altenberg sind dieSchächte in dem Stockwerke selbst abgesunken, weil dasselbefest genug ist, und weil man nicht gefurchter hat, die Pfei-ler, welche sie unterstützen, wegzunehmen. Es kann selbstein Fall eintreten, wo es nothwendig ist, die Schächte inder Masse abzusinken; das ist, wenn selbige von einer Let-tenschicht umgeben ist, welche die Grundwasscr von denBauen abhalten kann, und wenn die Masse in Kalkstein - oderSchicfergebirge gelagert ist, worin die Gewässer häufig sind.

Schon im vierten Kapitel wurde einiges über die An-lage der Schächte gesagt; es treten aber noch menche andereUmstände dabei ein, welche von der verschiedenen Bestimmungder Schächte und von Localiräten abhängen. Vorzüglich mußman eS vermeiden, einen Tageschacht da abzusinken, wo erUebcrschwemmungcn ausgesetzt ist; und wo dieses nicht gutangeht, muß der Schacht aufgesattelt, d. h. i- der Zim-merung oder Maurung am Tage heraus erhöhet werden.

Will man FörderunAsschächte anlegen, so hat manfolgendes zu berücksichtigen: ^

i. Die Berechnung der Distanz zwischen dm Schäch-ten, deren man nicht unnützer Weise zu viel, aber auch