statte statt. Gewöhnlich liegt der Zinnstein in so kleinenTheilten in der Gebirgsmaffe zerstreut, daß er ein wesentli- !chcr Gemengtheil derselben zu seyn scheint. Das geübteste .Auge eines Bergmannes kann es dann nicht unterscheiden,ob ein Stück taub oder schmelzwürdig sey. Von dieser fastbeständigen Ungewißheit— welche besondere Untersuchungen,die später erwähnt werden sollen, erfordert — mag die Benen-nung des Zinnsteines, welche ihm der Bergmann giebt,Zwitter, herrühren.
Im Anfange des Bergbaues auf dem Altenberger Stock-werke, in der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts, wurden johne allen Plan höchst unregelmäßige Baue ziemlich weit- ilauftig und tief getrieben. Im Anfange deS Jahres >6ro ^nahm das Feld der s - Gewerkschaften einen Flächenraulnvon zg2L Quadrat-Lachtern ein, und unter demselben bauete ,jede nach Belieben, ohne auf die übrigen Rücksicht zu ^nehmen. Am 24. Januar desselben Jahres gingen dahersämmtliche Gruben zu Bruche , und dieß hatte den völligenRuin derselben bis auf eine Teufe von 17« Lachtern zurFolge. Die Umrisse des Randes der dadurch entstandenenfurchtbaren Pinge sind auf kiz. 6 durch die Buchstaben-LüLL bezeichnet. Sie ist 66 Lachter tief, wie wir ViZ. 5sehen; aber noch 29 Lachter unter Tage, von dem-tiefsten Punkte der Pinge aus, ist der Bruch sichtbar, folg-lich nur Z 5 Lachter über dem Gesenke der Grube.
Der jetzige Betrieb findet Theils unter der Pinge statt,und hier wendet man den Bruchbau an, während mantzie übrigen Theile der Lagerstätte mittelst Stockwerks-bauen abbauet.
Ehe wir aber in das Speciellere des Abbaues eingehen,wölkn wir erst einen Blick auf die Hülfsbaue werfen, unddiefechaib die Riffe betrachten.
'I-ktz, 5, Seizcrriß, nach einer der Linien XV ViZ. 6