Band 
Zweyter Band.
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man den ökonomischen Vortheil desselben nicht auf den erstenBlick erkennen kann.

Schon oben wurde erwähnt, daß die Alten vor der Ka-tastrophe von » 6 ro mit ihren Bauen schon eine Teufe von170 Lachter, von der Tageöffnung des Schachtes 6 aus, er-reicht hatten. Der Bruchbau wird bis auf eine Teufe von>35 Lachter betrieben, so daß man nur noch 35 Lachter aufdiese Art abzubauen hat, um wieder in das feste Gestein zugelangen.

Im Jahre »806 waren >30 Bruchörter und nur vierWeitungen im festen Gestein, wo das Feuersetzen angewen-det wurde, im Betriebe. Die Grube war mit lgo Mannbelegt.

Auf diese Art zieht der Bergmann von den Fehlern,welche seine Vorfahren begangen haben, Gewinn. DerBruch, welcher eine Folge des fehlerhaften Grubenbetriebeswar, macht die Gesteinarbeitcn weit leichter. Jedoch wur-den diese Vortheile sehr theuer erkauft, denn die Baue von21 Gewerkschaften wurden im Jahre 162», nebst 7 überTage hängenden Treibwerken, gänzlich zernichtet. Da sichdas Unglück glücklicher Weise an einem Sonnabende zutrug,so entgingen die Arbeiter, welche diesen Tag frey haben,einem schmählichen Tode, allein die ganze Stadt Altenbcrgwar wegen der Nähe der Pinge in Gefahr.

Was auch einige schlecht unterrichtete Bergleute sagenmögen, so ist es doch durchaus nicht zu wünschen, daß mander Nachwelt auf solche Art eine leichtere Erzgewinnung vor-bereitet. Wenn dieses für eine solche Lagerstätte, wie wirjetzt betrachtet haben, wahr ist, wie viel mehr ist es nichtbey solchen der Fall, die, wie Gänge, Lager und die meistenStöcke, eine gewisse Regelmäßigkeit haben. Man muß dieEntstehung von Brüche» durchaus zu vermeiden suchen, und