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kommenden Wasser benutzt, jedoch erhalt das zweyte Gefalle(das Pochwerk 2', das erste im Polsterthal) Zufluß aus demTeiche Z, und daS 6te und?te (Trocken-Pochwerk und Ge-blase der Altenauer Silbcrhütte) Zufluß aus den Teichen 2und 7.
Mit Hülfe der Tafel «8 und nach dem Gesagten wirdes leicht seyn, sich einen gehörigen Begriff von der Wasser-wirthschaft in der Gegend von Clausthal zu machen. Wirwollen nun noch einen Blick auf die Beaufsichtigung diesesgroßen hydraulischen Apparats werfen.
Die Aufseher über die Teiche, Graben und Röschen —Hie Grabensteiger — wissen aus der Erfahrung, wie weitder Wasserstand eines Teiches abgenommen hat, wenn mitdem aus dem Striegel abgelaufenen Wasser in einem gewis-sen Zeiträume ein oder mehrere Kunst - oder Kehrräder be-wegt worden sind. Sie wissen auch ferner, wie hoch zu die-sem Ende der Striegelzapfen gehoben werden muß. Um zudieser Erfahrung zu gelangen, ist es hinreichend, daß ein EinMal gefüllt gewesener Teich durch einen ruhigen Abfluß aus-geleert werde; man folgert dann, wie viel Wochen aus einemTeiche eine gewisse Anzahl von Rädern mit Aufschlagcwaf-sern versehen werden können. Dehnt man nun diese Erfah-rungen auf alle Bergwcrksteiche in einem Reviere aus, sokann man wissen, wie viele Wochen dieselben die zur Bewe-gung einer gewissen Anzahl Räder nöthigen Wasserkräfte,welche für die verschiedenen Arten derselben bekannt sind, zugeben im Stande sind. Diesem nach sind die Grabensteigergehalten, am Ende einer jeden Woche eine Tabelle an dasBergamt einzureichen, auf welcher der Zustand, in welchemsich jeder Teich befindet, in Zahlen ausgedrückt wird. Einesolche Tabelle (Wasserzeddel) hat folgende Rubriken:
i) Namen des Teiches und des Grubenzuges, zu wel-chem er gehört.