Gaarkupfer geben, welche in ohngefähr Ho Scheiben ausge-risscn werden.
Auf der Friedrichs Hütte bey Riegelsdorf werden4! Ccr. Schwarzkupfer auf einmal eingetragen; es gehendabey 4 Clr. Büchenkohlen auf, und nach Stunden er-folgen fast Ctc. Gaarkupfer, welche in 60 bis 70 Schei-ben ausgerissen werden.' Die Form sticht z bis 4 Zoll inden Hecrd. Schlacken und Gekrätz werden drey bis vierMal abgezogen. Durch ein in das flüssige Metall eingetauch-tes Probeeisen lernt man den Grad der Gaare kennen. So-bald die Prvbespäne keine glimmerarligen Flecken mehr zeigenund der Bruch eine dunkelrofenrolhe Farbe bekommt, wirddas Geblase abgehängt, die Dberfläche des Metalles vonKohlen und Schlacken gereinigt, und dasselbe mit Hülfe desdarauf gesprengten Wassers in Scheiben gerissen.
In den russischen Kupferhütten sind die Gaarherde weitgroßer als in Deutschland ; in 6 Stunden macht man aufeinem solchen 8 Ctr. Kupfer gaar, und verbraucht dabey 3 ^Ctr. Nadelholzkohlen. Zuweilen setzt man in sehr großen Heer-den zz Ctc. Schwarzkupfer auf einmal auf, und erhält dasreine Metall in mehreren Abstichen. (Siehe Herrmanna.' a. O. II- xs§. 70 und 79.)