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1 (1860) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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hinten den Gesetzen der Symmetrie unterworfen ; ersteres aus gleichemGrunde wie hei den Pflanzen, lezteres aus ganz analoger Ursache.

Sogar bis in die grössere ausserirdische Welt liesse sich das Gesetz

-vnßnhangend mit den verschiedenen Graden der

pinander verfol-

.rli«phe Welt Hesse sicn u.Sogar bis in die grössere ausse u verschiedenen Graden der

der Symmetrie als zusammenhängend mi von einander verfol-

makrokosmischen Abhängigkeit der Himmelsgen, wenn dieses hier nicht zu weit führte.

Proportionalität und Richtung (Bewegungseinheit).

Bereits an den strahlenförmig angeschossenen Krystallen ist da,Gesetz der Proportionalität wahrnehmbar, indem die einzelnen btra enzuweilen gegliedert erscheinen. Diese Gliederung geschieht nach be-stimmtem Gesetze, das je nach der Katar der krystalhsirten Flüssigkeit

je nach Umständen sich verschiedentlich manifestirt. _

Derartiges bemerkt man, wie schon angeführt wurde, an einigen dei

auf Seite XXV dargestellten Schneekrystalle.

Aber we it entwickelter tritt das Gesetz der Proportionalität an den

organischen Gebilden zur Erscheinung.

Man kann nicht umhin bei der Entwickelung der vegetabilischen

und animalischen Organismen eine bestimmte Kraft als thatig anzuneh-

®en, die einesteils von den allgemeinen Naturkräften (der Massenattrak-tion, der Massenrepulsion etc.), anderntheils von der Willenskraft erlebendigen Organismen in gewissem Sinne unabhängig wirkt; obschonmit beiden in Konfliktkommt, und erst in der glücklichen Ausgleichung

^ - "''rxn-iap.Vieu Gestalten benibt.

lebendigen Organismen, in gewissem yw -

rait bei den in Konflikt kommt, und erst in der glücklichen Aus;dieser Konflikte die Existenz der organischen Gestalten em

In diesem Kampfe der organischen Lebenskraft, mieinesteils, mit der Willenskraft anderntheils, entfalte oeherrlichsten Schöpfungen; er zeigt sich in den schönen e asUsch

ven der Palme, die ihre majestätische Blätterkrone kraftvoll empoii ^

ober dabei den Bedingungen des allgemeinen Gravitationsgese -

Ganzes und in ihren einzelnen Theilen (den Blättern der Krone) sich

schmiegt.

Dieser Kampf zeigt sich noch tätiger m den willensbega ^ganismen, z. B. in der Artemis oder dem Apollon, wie sie .

Kunst gebildet hat; hier ist Willensfreiheit und Bewegung imgewicht mit Massenbedingung und mit Lebensbedingung die:reil iMannigfaltigkeit in einheitlichem Zusammenwirken die fui ngnffe möglich ist _

i »ie Lebenskraft (oder wenn man will die physische Waclisthums-

^ f t). obschon sie allseitig thätig ist, folgt doch vorzugsweise einem

Hauptzuge, der bei den meisten Pflanzen vertikal aufwärts der Schwerkraft

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