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1 (1860) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Drittes Hauptstück.

Formen sehr angemessen und erwünscht, aber sie verhindert ihreAnwendung bei grossen Felderabtheilungen und nöthigt uns, siemit parallelogrammatischen Formen zu verbinden, in welcher Ver-bindung sie dann sehr ausdrucksvolle Bekrönungen nach Obenund Grenzabschlüsse nach Unten bilden.

Gefälliger als derartige spitzwinklicht zulaufende Zacken undsogar auch ursprünglicher (da man, um das sogenannte Auszetteln[niederdeutsch Ausrebbeln, englisch unravelling] der ungesäumtenRänder textiler Stoffe zu verhindern, die letzteren mit der Scheerezu festoniren pflegt) sind die im Kreissegmente ausgezahnten Rand-abschlüsse, die auch in der Baukunst (namentlich bei den oberenSimmsbekrönungen als Zinnen) ihre Analoga erhielten. Der

Dreischlitze als Umräuderung einesMosaikfussbodens.

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Ziuneubekröuung einer ägyptischen Wohnung.

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Zinnenbekrönung einer assyrischen Burg.

dorische Stil benutzt in dem Dreischlitz ein Symbol, welches miteiniger Wahrscheinlichkeit auf diesen dem Bekleidungswesen undder textilen Kunst ungehörigen Randabschluss zurückgeführt wird.