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1 (1860) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Textile Kunst. Die Decke; Pelzwerk und Leder.

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. as Verkehrttragen der Felle führt die Kunst des Kürschnersgejj 6111 . neues Stadium ein; sie stellt sich schon der Natur entgegen,li c j ölc -^ mehr wie früher in ihr auf und hat von nun an natür-^ .. einen ganz neuen Stil zu befolgen, wobei der Saum (die Ver-^uiiing) und die Naht ( aus farbiger Stickerei und eingefügten^streifen bestehend) nebst sonstigem Zubehör, als Troddeln,j as *' en und dergleichen, den warmen, braunrothen Grund desheleben.

ha» 16861 ' Stil fü,lrte zu der Berücksichtigung der kleineren pelz-ili K ^ eil ^ en Thiere, deren Fell man früher gering achtete. Da

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Se Ihiere nur in kalten Ländern gute Pelze tragen, so mag

g e j,..^ au %es' Vorkommen daselbst zuerst zu dem Pelzkittelstile

^ haben, der somit von dorther vollständig ausgebildet den

ai Uu' lr ^ en Völkern des Mittelmeerbeckens überliefert ward und

k eJl 6r e twas Fremdes, Barbarisches behielt. Die kleinen kostbaren

^ en ^ en zur Verbrämung der Pelze, selbst wie später nicht

Op das nackte Fell sichtbar blieb, sondern mit kostbaren StoffenUnch - -

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Un d Seidenzeugen) auswärts bekleidet wurde.

^ ieser Luxus der feineren Pelzwerke war dem klassischenOef

ei Öiume schon seit sehr früher Zeit bekannt. Nach einigen

^elz Ften S °^ so g ar der Argonautenzug eine Spekulation auf2^""erk gewesen sein (Is. Voss zum Catull p. 190), gleich dene r¥y 0 der Normannen nach der Küste von Nordamerika . Plinius 8. j.* 11 '*' der chinesischen Felle (serum pelles. Plin. XXXIV. 14.hir p s P ater wurden sie aus Parthien bezogen, daher Parthiariiü Zilan dler i m römischen Rechte. Der Handel ging zu Landeheit aÖ11 dber das schwarze Meer weiter. Seneka lobt die Fein-ri^\ lln d Dichte der Skythischen Fuchs- und Zobelpelze (mu-' ^dese Felle wurden zusammengenäht xmd hiessen dann( lioc ' l KV 'zäveg). Auch Tacitus und Justinus erwähnen der£' e n/i mui d na ' Sehr gesucht waren auch wegen ihres Moschus-tier die Häute des Bisamthieres. (Siehe über das Pelzwesen611 di ß interessante Anmerkung in C. A. Böttigers gr. Va-üvi ^lden, 3. Heft, S. 187, wo die hieher bezügliche Litteratur^den i8t )

mit y 1 ' Karls des Grossen wurden pelzgefütterte, reich, selbstv 0u °S e lfellen verbrämte xmd mit Vogelfedern gestickte Kleiderdi e de rauen wnd Männern getragen; es war altfränkische Sitte,r Kaiser bevorzugte. Eine Weste (thorax) aus Otterfellen