Textile Kunst. Stoffe. Seide.
157
s ch<
. d.
Länder bestimmt waren, zu gelten, auch sie waren wahrscheinlich^ ailz glatt gegründet oder mit einfachen Gold- oder Damastmustern^D'selieri und ihren wahren Schmuck erhielten sie erst durch
1 Gcltorei.
k° liess Stephan IV. für die Kirche von St. Peter ein wunder-°nes Messklcid aus Gold und Gemmen mit der Geschichtebl. Petrus , wie er durch den Engel aus dem Kerker befreitau- aus ^bhren; derselbe Pabst (der 768 gewählt wurde) stiftete1 für die grossen silbernen Thorc dieses Tempels Vorhänge,^ s ° bocli waren wie die Mauer und aus gekreuzten oder qua-^ü'ten Zeugen bestanden (de palliis stauracinis seu quadrapolis).^ Uc b schenkte er 65 grosse syrische und goldgegrundete Vor-^ atl ge fu r ( ti c Arkaden der Basilika, (d ie die Seitenschiffe vonMittelschiffe trennten). Auf dem Pluviale des Pabstes St.° e lestinus waren die Bilder der Heiligen Peter und Paul ine und Gold mit der Nadel gestickt, „ein Werk cyp rischere nglischer Kun stfertigkeit.“
■^be hier angeführten Stoffe sind entweder einfach, oder mit
^') ai 'i Sc hen Mustern gewebt, oder gestickt, nirgend ist noch die( | C 6 v on wunderbaren eingewebten Thierbildern. Das Bestiarium8 Orientes wird nun erst eingeführt und in den Berichten wim-p es von nun an von seltsamen und barbarischen technischen^.«nungeh, die zum Theil von den Thieren und sonstigen ein-] r ,j^| l ’bten Verzierungen der durch sie bezeichneten Stoffe abge-Werden müssen.
An S ^ bicr nicht überflüssig, nochmals zu betonen, dass die vonlüß as Ms und andern so häufig erwähnten geschichtlichen Darstel-auf kirchlichen Stoffen wohl sicher nicht gewebt, sondern
^ c kt waren, denn sie wurden, wie aus den beschriebenenfanden hervorgeht, weder in dem muselmännischen Oriente, f U ^onstantinopcl verfertigt, sondern zum Theil im äusser-ßjjt VV es ten Europas und gewiss auch des öftern in Italien undben Augen der Päbste die sie machen Hessen , zu Rom
W 6;
Mun • hatte man damals in Italien und in England, wiev iel ^ allgemein angenommen wird, noch keine Seidenfabrikent llJ>e ei bger Teppichwirkereien in der Weise der Arrasmanufak-8^ erst gegen das Ende des Mittelalters aufkamen, derena Ust , Wolle ist und die selbst eigentlich nur grossartige Stick-aten sind, deren Technik ein Mittelding zwischen Weben