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1 (1860) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Textile Kunst. Processe. Färben.

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mehr wusste als unser renommirtester Manufakturist undar öpfkesselfärber, ob ihm nicht alle die Geheimnisse der Naturs ® "wir enthüllten und für den genannten Zweck anwandten011 bekannt waren und er sie wohl zu benützen verstand, ob-er sich von den Wirkungen die er beherrschte die (für^ v lächerlichsten Erklärungen machte. Plinius erzählt uns mitetlichen Worten dass die Aegypter die Kunst verstanden^ Ca verschiedene Beitzen die man auf die gewebten Stoffe auf-pj,.5 so dass sie unsichtbare Muster bildeten, diese Stoffe so zu|,v P ar iren dass sic bunt - und mehrfarbig gemustert aus dem

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^hekessel, in den man sie nur momentan eintauchte, herausge-©n wurden:mirumque cum sit unus in cortina colos, exalus atque alius fit in veste, aceipientis medicamenti quali-fu' C lllutatus ; nec postea ablui potest: Ita cortina non dubie con-Sa (a colores si pictos acciperet. i

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,w as Aehnliches, ein kombinirtes Drucken und Färben mit

Verschiedensten und zugleich naturgemäss innigst verwand-Earben, haben unsere Farbenkünstler doch noch nicht zuaa de gebracht.

. 0< -'h nicht in den Raffinerieen der Praxis bestand diejenigeu ^rschaft der Alten in der Ausschmückung ihrer GewänderSonstigen Stoffe durch Farben für welche sie meiner Ansichtv iel Ullsero Bewunderung am meisten verdienen; sie zeigte sich2 jp. llle hr in der klaren Durchführung gewisser einfacher Stilprin-auf welche sie eine Farbenmusik begründeten die der

in 1 ^ l ^ l er Formen durchaus homogen war und deren Akkorde

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e i'e auf das Wunderbarste ergänzend eingriffen.

^ Usere moderne Schönfärbekunst zeigt sich auf ihrer Höhe°d ^ Eriipjiriren farbiger Garne von Wolle, Linnen, Baumwolledie^ s ' e überlässt den Webern und sonstigen Fabrikanten

sie S ° P ra P ar irien Fäden zu beliebiger Auswahl und Benützung;heit SUC ^ dabei den abstrakten Farben in ihrer absoluten Rein-ig Möglichst nahe zu kommen und sie durch alle Abstufungen'den.sitäten und durch alle Schattirungen und Ntiancen der\ Vq . 6r gäuge hindurch zu führen. Der Absolutismus dieses Systemsnichts von Einflüssen welche der Stoff, noch weniger voner b welche die Bestimmung der Waare auf dasselbe ausüben( ® n > höchstens wird anerkannt dass ein Stoff, z, B. Baum-H. M, XXXV. 2.