Textile Kunst. Das Prinzip der Bekleidung in der Baukunst. 231
I Ein anderes schlagendes Beispiel gibt die monumentale Ver-er rlichung des alten Bundes in dem salomonischen Tempel, nache *n eingebildeten oder wirklichen Motive der Stiftshütte in un-°rter Pracht durchgeführt, von welchem später noch zu redenSe «i wird.
auch entstand der so charakteristische Theaterbaustil nochs ch ^ esc hi c htlichen Zeiten aus dem bretternen aber reich ge-bückten und bekleidet en 1 Schaugerüst.
( j Es war m j r p e j ( } cr Aufführung dieser Beispiele vorzüglichzu th un ? au f ,j as Prinzip der äusserlichen Aus-c J 1 tnückung und Bekleidung des structiven Gerüstes hinzu-( j. Sen , das bei improvisirten Festbauten nothwendig wird und^. e Eatur der Sache stets und überall mit sich führt, um daranG Eolgerung zu knüpfen dass dasselbe Prinzip der Verhüllungj s b’uctiven Theile, verbunden mit der monumentalen Behand-^8 der Zeltdecken und Teppiche welche zwischen den structiveneb e ^ en ^ es m °tivgebenden Gerüstes aufgespannt waren, auche üs° natürlich erscheinen muss, wo es sich an frühen Denk-a ei ’n der Baukunst kund gibt. 2
Iti,, "° erwähnt eine Inschrift von Patara in Kleinasien hei Kob. Walpoler ' torn 1. pag. 524. r r/v tov loyeiov KaraansvrTjv nal nXanäatv. Die reich' , Hd' l8 ^ rten Troscenien der provisorischen Theater zu Rom sind aus Plinius ^Üruv bekannt. #
Üch lc ü me ine das Bekleiden und Maskiren sei so alt wie die menscli-^wilisation und die Freude an beidem sei mit der Freude an demjeni-
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u n, was die Menschen zu Bildnern, Malern, Architekten, Dichtern, Mu-
Scij Dramatikern, kurz zu Künstlern machte identisch. Jedes Kunst-ln„ en einerseits, jeder Kunstgenuss andrerseits, setzt eine gewisse Faschings-ist v ° raus t um mich modern auszudrücken, — der KarnevalskerzendunstÜeh 16 "'nhre Atmosphäre der Kunst. Vernichtung der Realität, des Stoff-ls t nothwendig, wo die Form als bedeutungsvolles Symbol als selbst-Schöpfung des Menschen hervortreten soll. Vergessen machen sollenHjj Mittel, die zu dem erstrebten Kunsteindruck gebraucht werdennicht mit ihnen herausplatzen und elendiglich aus der RolleDahin leitet das unverdorbene Gefühl bei allen früheren Künst-
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Üßr ^ öe n die Naturmenschen, dahin kehrten die grossen wahren Meisterinst in allen Fächern derselben zurück, nur dass diese in denkij^ 11 üoher Kunstentwicklung auch von der Maske das Stoffliche mas-Sets 60 ' 1)1688 führte Phidias zu jener Auffassung der beiden Tympanon-d 0p an dem Parthenon ; offenbar war ihm die Aufgabe, d. h. der dargestellteh ^p b Mythos, waren ihm die darin handelnd auftretenden Gottheiten zuAdelnder Stoff, (wie der Stein, worin er sie bildete,) den ermöglichst.