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1 (1860) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst / von Gottfried Semper
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Viertes Hauptgtück.

Veränderungen seit Jahrtausenden in jenen WiegenländernGesittung des Menschengeschlechts dieselben blieben, nns o enaueren Aufschluss geben. Sie wären aber trotz ihres Verhältnis®massig geringen Alters, verglichen mit den Schutthügeln der S uliehen Gegenden der Euphratebenen, für uns stumm gebliek eI1ja noch weniger als bei letzteren hätte sich von ihrer ursprünSliehen Form erhalten, weil die gebrannten Backsteine bei 1

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des

Ausführung seltener benutzt wurden als bei der Erbauung .1

ältesten Werke, hätte sich nicht zu der Zeit der Entstehung

neuen Reiches zugleich ein neues Prinzip der Wandbekle 1 ^

entwickelt, wonach ein Stoff dazu in Anwendung kam, der m

halb der feuchten Ruinenhaufen und der wieder in Erde au &

lösten Luftziegelmauermassen der Verwitterung widerstand.

die flachen Steintafeln womit die Räume der assyrischen P a .

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unterhalb bekleidet waren und die, wo sie nicht durch n

zerstört oder durch Menschenhand schon früher entfernt wur

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sich noch unversehrt an Ort und Stelle erhielten, hätten die ^

grabungen höchstens zu der Auffindung einiger Thong 131 * 1 ^

bronzener Gegenstände, Steincylinder und dergl. geführt)

würde sie bald aufgegeben haben und niemals hätten vf' 1

Schluss über assyrisch-chaldäische Baukunst durch sie ern , ö

Ueberall wo die steinernen Getäfel der Luftziegelwände * e e

und nur der geringere Theil der Mauern war auf diese

bekleidet, verlieren wir den Ariadnefaden, der uns durch

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Labyrinth der Gänge führt, die in dem Grundplane eines

sehen Palastes ein für uns so neues und charakteristisches

ment der architektonischen Anordnung bilden. ^

Diese Steintafeln, meistens Alabasterplatten, sind

Erhalter der räumlichen Idee die ihren architektonischei

druck fand schon in architektonologischer Hinsicht und an

sich das Wichtigste wozu uns die Nachgrabungen der ^

Layard , Loftus, Rassam und anderer geführt haben, abg eS

von den unschätzbaren Aufschlüssen, welche die allgeme ine

turgeschichte, insbesondere aber die Geschichte jener längs* g

gegangenen Reiche Asiens , durch den Inhalt und die Behang

des auf ihnen Dargestellten sowie durch die Inschriften jfe* 1

aufweisen erhielt. Wir wollen dem Kommenden nicht v01 ^ n ge> 1

und die Anlage jener Paläste sowie den Inhalt jener Darstc^ ^

und Inschriften hier nur soweit berücksichtigen, als eS