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Urelemente der Architektur und Polychrome.
Glieder (inoulurss) nennen und die alles in sich schließen, was nichtunbedingt von der Konstruktion vorgeschrieben wird. Alle beiAegyptern und Griechen und Wohl auch bei anderen Völkernherkömmlichen und sich häufig wiederholenden Ornamente hattenWohl ursprünglich eine symbolische Bedeutung und dem späterenKünstler war es keineswegs erlaubt, in ihrer Wahl seiner Launeund dem Spiele seiner Einbildungskraft frei zu folgen. Erkonnte sie vereinfachen, modifizieren und bereichern, aber ihrenTypus durfte er nicht verletzen. So entstanden die Perlen-schnüre, die sogenannten Eierstäbe, die Herzblattfüllungen, diegroße Blattform, die Rosetten, die Mäander und Wellen undLabyrinthe, die fortlaufenden Palmetten, die Schnecken undhornförmigen Windungen des ionischen, das Akanthusblatt deskorinthischen Kapitals. Auch wurde die Darstellung der auf denTempeldienst bezüglichen Feierlichkeiten und der Mysterien derGottheit bald Gegenstand der bildenden Kunst, daher die Reliefsund Giebelverzierungen, als architektonisches Element. Um dieSachen in Beispielen deutlich zu machen, sei es erlaubt, einzelnevon den typischen Verzierungen auf ihrem Gange der fchritt-mäßigen Ausbildung zu verfolgen, bis sie sich zu der letzten undvollsten architektonischen Form entwickelten.
Die Perlenleiste besteht in einem Rundstab, dessen Ober-fläche periodenmäßig eingekerbt ist, so daß er einer Schnur auf-gereihter Perlen gleicht, die bald gleich groß find, bald abwech-selnd schmal und lang, bald rund, bald länglich, je nach derSchicklichkeit des Orts und der Verbindung. Der Gang ihrerAusbildung mag folgender fein:
Erstens. Aufhängung der Opferschnüre, die von der Wolledes Opfertiers gemacht wurden.
Zweitens. Auf der Wand eingekratzte und flach gemalteOpferschnüre, als mystische Darstellung in Bezug auf das Opfer.
Drittens. Einkerbungen, in deren leichter Vertiefung diegemalte Perlenschnur fortläuft und durch den feinen Schatten