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Streit, der in das Feld der Gemeinheit hinüberspielte, fortzu-setzen, da die Frage, um die es sich handelte, entschieden war.Aber ich habe seitdem fortgefahren, zur Durchführung der vonmir damals nur flüchtig hingestellten Ideen Materialien zusammeln, die sich unter meinen in Dresden zurückgelassenenPapieren befinden. Ich habe alle Grundpläne gotischer Basi-liken *), die ich kannte und in Werken vorfand, sowie anderseitsalle Rundbogenbasiliken des Altertums und der christlichen Zeitzusammengetragen und bin zu interessanten Resultaten gekommen;unter anderem zu der Bestätigung meiner damals hingestellten
*) Auch die Anwendung des Ausdruckes Basilika in dem allgemeinenSinne für gewisse gotische Pfeilerkirchen, so gut wie für heidnische Ge-richtssäle und Rundbogenkirchen wurde Gegenstand einer hämischen Kritikseitens des schwarzen Gegners. Die Basilika ist nach meiner Definitionder bedeckte Hof, ein Raum, der in dem Grundmotivc eine von Säulen-hallen innerlich umgebene, von Mauern äußerlich eingeschlossene Gevicrungoder auch einen Kreis oder irgend eine sonstige Form bildet. Das Motivbildete sich zur Basilika aus, indem der innere, ursprünglich offene Hof
anfänglich durch wandelbare Teppiche und Segel, hernach durch fest-
überragende Schutzdächer, zuletzt durch Gewölbe bedeckt wurde. DasInnere, den Hof überdeckende Schutzdach hieß bei den Römern tsstuäo.Aelteste Beispiele von Basiliken mit solider Ausführung aus Stein desinneren Schutzdaches sind die hypostylen Säle der Tempel zu Medinet-Abu, Karnak und Luxor . In dem ersten Hofe des Tempels zu Karuakstehen Säulen, die offenbar den Zweck hatten, bewegliche Decken, wahr-scheinlich Vela, Scgeltüchcr zu stützen. Hier sehen wir das Motiv innoch größerer Ursprünglichkeit. Das Peplon der Athene des Parthenon
gehört dahin, sowie das Velum der Theater der Alten, die durch An-
wendung derselben das Gebiet der Basiliken berührten. Die überhöhtegotische Pfeilerkirche ist offenbar eine Basilika.
Uneigentlicher würden jene norddeutschen Kombinationen so genanntwerden, bei denen die Schiffe gleiche Höhe und meistens auch gleicheSeiten haben. Es ist leicht einzusehen, daß auch Kuppelgebäude, wieSta. Sophia, S. Marco, S. Teodoro und viele andere nach der ge-gebenen Definition zu den Basiliken gerechnet werden können, wie siedenn auch häufig von alten und neuen Schriftstellern so genannt werden.
Anmerl. d. Berf.