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Neuntes Hauptstück.
darstellen, auch als Entgegenstrebendes (gegen den Druck des Erdwallesvon Innen).
Ein nach dem Prinzip der Füllung und des Rahmens überall gleich-massig umsäumtes Quadergemäuer erscheint schwächlich, ist stilwidrig.Sogar bei unbekleideten Backsteinstrukturen ist dieses zu vermeiden. DieFüllung und der Rahmen sind nur hei Täfelungen statthaft, die aller-dings auch in Stein konstruirt werden dürfen, in welchem Falle aber derFugenschnitt nicht als solcher hervortreten darf. Wegen des Zusammen-hangs mit anderen, die Mauer des Ganzen betreffenden, Fragen mageiniges noch hieher Gehörige erst später folgen.
Die einfachste Verkettung der Quader besteht aus ganz gleichenStücken, die in stets gleicher Weise über der Mitte des nächstunterenzusammenstossen. Alle dritten Stossfugen treffen in dieselbe Senkrechte.
Haben die Quader sehr lange Verhältnisse, so lässt man erst dievierten, auch wohl die fünften Fugen in die gleiche Senkrechte fallen,um dem Platzen der Quader bei eintretenden lokalen Senkungen desUnterlagers vorzubeugen. Auch das ästhetische Auge verlangt dieseSicherheit.
Wechseln hohe Schichten mit niederen der gleichen Steinart, sosollten die niederen Quader kürzere Verhältnisse haben als die hohen. 1
Sind die respektiven Höhen festgestellt, so stehen die respektivenLängen im Verhältnisse der Quadrate der Höhen. Ist z. B. die niedereSchicht halb so hoch wie die hohe, so wäre die Länge des kleinen Qua-ders = der Länge des grossen, dividirt durch 4. Beträgt diese Längedas Doppelte der Höhe des grossen, also das Vierfache der Höhe deskleinen Quaders, so ist die Länge des kleinen Quaders = seiner Höhe.Unter allen Verhältnissen des grossen Quaders fallen vier Quader vonhalber Höhe auf seine Länge.
Die Rhythmik des Quadergeflechtes erhält eine konstruktiv-begrün-dete Bereicherung durch die Abwechselung von Streckern und Bindern,deren letzterer Stirnflächen gewöhnlich der quadratischen Form sich an-nähern. Durch diese einwärts bindenden Elemente erhält die Mauer einenZuwachs an innerer struktiver Thätigkeit, die ihr ein gewisses Leben
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1 Nach der Formel — == —_= worin h 1 die Dimensionen der niederen und
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h' 1' die der hohen Quader bezeichnen. Ist z. B. 1' — 2 1, so verhalten sich dieHöhen nicht wie 1 zu 2, sondern wie 1 zu