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2 (1879) Keramik, Tektonik, Stereotomie, Metallotechnik für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Zehntes Hauptstück.

1) Aelteste dorisch-ionische Norm,a. Ionische Felsengrabportale.

Grabmal des Amyntas zu Telmessos in Lykien . 1

Felsennische, auf deren geglätteter Hinterfläche das Portal in antisbildnerisch ausgearbeitet erscheint.

Drei Stufen, darüber das Stereobat, auf welchem der Porticus, zweiSäulen zwischen Anten, mit bekrönendem Tympanon. Dahinter eineBlendthüre, noch als ganzer Rahmen behandelt (die Schwelle ist deruntere Sturz des Antepagments) mit in Stein ausgehauenen Füllungen,Nägeln und Beschlägen.

Norm nach dorischem Kanon: 3 X 7 = 21

(17 + 4,2 = 21,27

Sonderheiten: Verjüngung der S. circa ein Siebentel Durch-messer, wie es scheint ohne Entasis.

Basis schwer (zwei Model), attisch, aber mit stark vorherrschendemTrochilos. Kapitäl schwer, zwei Mod. hoch, drei Mod. breit, mit tiefausgekehlter, aber gerader Volutenbinde und schon als Polster mit einerSchnur aufgebunden.

Profilirung der Anten dorisirend. Gebälk ohne Fries, Architravnur aus zwei Zonen, die mit dorischem Kymation und Stab abschliessen;darüber starke Sparrenköpfe, Hängeplatte und krönender Kehlleisten.Stumpfe Profilirung der Glieder, aus der bildnerischen Ungefügigkeit desFelsens erklärlich, auf Stuck und Malerei berechnet.

Zweites Felsenportal zu Telmessos.

Wahrscheinlich älter als das orstere. Nur zwei Stufen, ohne Ste-reobat, sonst sehr ähnlich.

Norm nach dorischem Kanon: 3 X 7,58 = 22,74

(19,5+ 4,9) = 24,4.

Sonderheiten: Verjüngung der nicht - kannelirten Säule circa einSiebentel. Säulenbasis genau zwei Model mit hohem Plinthus, steilem

1 Für dieses und die folgenden s. Texier Asie mineure V. III. pl. 169 ff.