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1 (1858) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 1. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Johann Baptist Cysat .

Aus einem Briese, den Cysat am 23. Februar 1621 aus Jn-golstadt an den berühmten Keppler schrieb 3°), geht hervor, daßKeppler ihn kurz zuvor besucht hatte , und sein interessanterInhalt läßt bedauern, daß es der einzige noch vorhandene Brief

30) Hansch, bipistoins sck lobsnusm Lsppisrum seriptss, p. 6S3698.

31) Außer Cysat und Bürgt kenne ich von Schweizern noch Janus Gringaketusvon Genf als persönlichen Bekannten des großen Kepplcr, und bcdaure nur. vondiesem Manne, den Kepplcr als «ssckuius esleuistor st totius Nstbsssos sspox»bezeichnet, sehr wenig mittheilen zu können, da Senebicr in seiner Ilistoirslittsrsirs eis ksutzvs zwar zwei Gringalet, einenJean" und einenFranxois"aufführt, aber von Leiden nicht nur äußerst dürftige, sondern sogar unrichtigeNotizen gibt. Er sagt nämlich von Jean: «ii oompos» an pstit livrs Istin sutorms eis tkssss sur In msuiSrs eis kortiüsr Iss piscss; ii Is äseiis su(lonssil, qui iui üt eiormsr 6 cluasts, st ezui Iui sssizus sr> 16I1 trsntsüorins eis Zszss xour svoir soin Uss kortiüostions eis In vMs», wasoffenbar wirklich auf unsern Janus geht, da ich letztlich in einem aus der Jctzlcr'-schen Verlaffenschaft stammenden, mehrere Seltenheiten enthaltenden Quartbandeder Schaffhauser Stadtbibliothek eine 84 Quartseiten starke Schrift, betitelt:»visputstio ^rslutsstolljao-ksoiustries cks bortsiitiis. tzuam ksvsuts summaLreditssto sud prsssiclio U. Nattlr. iisrusgzsrj, publies exsmiuaucksru pro-pouit sutor lsuus Kriugsiistus Ksnsvsusis sei ciism 19. Ostodris. LaZsii-torsti 1616» fand, die »Ssustui popuioeius ksusvsnsi» gewidmet ist. Unter demTitel «Lorolisiis» sind derselben eine Reihe von Thesen aus verschiedenen Wissen-schaften angehängt, von denen ich beispielsweise folgende anführe: «Nou sst sd-surcium in Llgsdrsicis (igri numsros miuorss qusm nitiil. 8oi uou ssiiu msckio kisustsrum. blau minus stsliss qusm sreus uuiusrsdilss suut. klon sois Istitucko rsgiouis osuss sst ssloris vsl trigoris. 6Iobus Äbombsrcks sxplosus Nulls sui psrts ksrtur per iiussm rsstsru, sts.», undden Schluß bilden einige Verse zum Lobe des Autors, unter denen auch einer vonMathias Bernegger vorkömmt, in dessen Ucberschrift er Gringalet «siuieum msuiusingulsrsm» nennt. Von Franyois sagt dagegen Senebier: »Lsppisr psrlssvso siogs äs krsnoois kringsist Usus 8SS Isttrss; ii ckit c>U6 SS ksusvoislui svsil sickä s ksirs sss odssrvstious. Kringsist svsit vu Ooxsruio üTkoru. 6s KrinMist kul uou ssuismsnt ^stronoms; ii stsit snoars koöts;ii eomposs nu moins ciss vsrs lstius sur In mark eis iscruss bsct.», unddieß ist offenbar falsch; denn erstens ist in dem Note 30 erwähnten Briefwechselimmer von Janus Gringalletus, von dem sogar 7 Briefe an Kepplcr mitgetheiltwerden, die Rede, und es geht hervor, daß er in den Jahren 16171620 GehülfeKepplers war, und dann nach Genf zurückkehrte, und zweitens konnte derselbeden schon 1343 verstorbenen Copernicus nicht wohl gesehen haben. Es ist zubedauern, nichts Bestimmtes weder über die Jugendjahre, noch über die spatemLebensjahre und Arbeiten Gringalets zu wissen, das obige Zeugniß Kepplersund die nicht gewöhnliche Freundschaftsbezeugung, welche er seinem Gehülfenburch Schenkung seine» Porträtes erwies, zeigen uns, daß er seinem VaterlandeEhre machte.