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2 (1859) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 2. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Sebastian Münster .

Von diesen neuen Tafeln ist hier diejenige, welche die Schweiz betrifft, von ganz besonderem Interesse, da sie die älteste Karteder Schweiz ist, welche in die Oeffentlichkeit gelangte. Wohlscheint, wie Münster uns oben selbst erzählte, schon Tschudi zugleichem Zwecke eine Karte der Schweiz ausgearbeitet zu haben;aber man weiß nicht recht, was aus derselben geworden ist,und sie hat daher mehr als muthmaßliche Grundlage für MünstersArbeit, als durch sich selbst Interesse. Tschudi schrieb darüberam 28. November 1565 aus Glarus an seinen Freund JosiasSimmler in Zürich ^):Als ich vor Ziten in miner Jugentkliuötigm supsnioi-öin beschrieb, und das Buch samt der MappaHerrn Glareano, minem alten Lehrmeister, zusandt, das ze be-sechen, und min Meinung was, daß er's Jemand communiciernsölt, ist Herr Münsterus selig ungevärd bi im zu Friburg gewe-sen, dem er davon angezeigt. Der hat Herrn Glareanum erbet-ten, daß er im's ein Zit gelichen; der hat'S translatirt, (undDennoch nit zum Besten) und mir one Wüsten in Druck ußganlassen, daß ich warlich erschrick^); dann ich allein mins altenLerherrn suciieium hat begert, und etlich ding selbs darin Vor-habens ze ändern was, auch zweier fürnemmer Personen, namb-lich Herrn Johan's Traversen selig Engadin und Herrn Trav-pen dem Etschland, beider wolersarner, hochgelerten MännernRat ze haben, Willens was. Da ward ich unwüssend durch denTruck überilt, dessen ich mich gegen Herrn Glareano erklagt. Dergab mir Antwurt (wie ich fin missiv noch hab), es wäre on sinwillen und bestich geschechen, und beklagt sich ab dem Herrn

32) Jakot Vogel, Egidius Tschudi als Staatsmann und Geschichtschreiber.Zürich -I8S6 in 8.

33)Die uralt warhafftig Alpisch Rhctia, sampt dem Tract der anderenAlpgcbirgen, nach Plinii, Ptolemci, Stratonis, :c. durch Herr Gilg Tschudi vonGlarus in Tütsch spraach zusamen getragen, und vctz mit einer Geographischen tabel ußgangen. Bascll 4838 in 4." «^sZielü rseNueii LIsrononsis , (lo priscsso vor» L.Ipina Rksstia ouin csstoro Hpinsruin Mnlium trsotu. Nssilsss4838 in t.» Die lateinische Ausgabe enthält eine Zuschrift Münsters an Tschudi,Die mit den Worten beginnt: «lUitto sei w, Num. vie.. Opus tuum, tsbulsmsoilioel Llpiusrum rsoioiium, ouin selsunoto libsllo.»