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2 (1859) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 2. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Christian Wursteisen.

1564 durch die Pest weggerafft wurde, übergab man ihm trotz seinerJugend den Lehrstuhl der Mathematik, und dieses veranlaßte ihnzur Grundlage seines Unterrichtes theils eine Arithmetik zu schrei-ben^), theils eine Ausgabe von Purbach's Plrnetentheorie sammtCommentar zu bearbeiten^). Die zahlreichen Austagen, welchebeide Schriften erlebten, und das Factum, daß noch mehrere seinerNachfolger auf dem mathematischen Lehrstuhle der Universität Basel dieselben als Leitfaden für ihren Unterricht beibehielten, geben unsdas schönste Zeugniß für ihre Zweckmäßigkeit und Brauchbarkeit.

Näher auf die Arithmetik Wursteisens einzugehen, dürste hiernicht am Platze sein, da diese Schrift auch selbst keine großenAnsprüche macht §); dagegen haben wir bei der zweiten Schrift

Pest erlag, und Verfasser mehrerer kleinen astronomischen Schriften ist, von denendie Baster-Bibliothck folgende besitzt: vs Stalins criniiss sivs Lornstss illiusqui sppsruit srs. 1607 »0 26. Ssplsmdris, vsra zsnerstions, inesnUio,inoiu, eiistsntis, rnsgnitnciins st signilissiions, (Lssii.) 1607 in 4. (I V u. 10);vs Lslsniigruin tsnnsrii oininsiionibus, se »nliciuorurn st rscentiorurn od-ssrvniionibus iibslius, ^nkiezsviss 1607 in 4. (15 S.) z prognostioon, sstro-lozieuin st instsoroloZisurn, Lnni snintiksri primi post Lliwselerisum Irusnsssssuii in orciins prirnnm, 5 IVnto (ilrristo, 1608. Ä soneiito Annlls, 6570.Ä Latnclxsmn, 3914. s priino psssUsts st Nsntscosts, 3116. 5 iVsbonas-ssro, 2386. s inorls ^lsxsnclri 4Ige;ni, 1932, Ngsiisns (1607) in 4. (48 S.)Auf Wysenburger folgten als Professoren der Mathematik von 18361547 ChristianMorfius, Peter Picellius und VUus etreiisasus, von denen nichts weiter berichtetwerden kann. Dann kam unser Acronius, der außer mehreren geschichtlichen Schrif-ten «k>rc>8nostiLN »stronomlos« und eine »Loinmsntntio Os ^stroisdii st Sll-nuii sstronoinisi eonksctions» herausgegeben haben soll. Er war 1542 alsStudiosus nach Basel gekommen, und dann 1547 Professor der Mathematik, und1549 Professor der Logik geworden. Später studirte er auch noch Msdizin, undpromovirte kurz vor seinem Tode, am 2. Mai 1564, unter Felix Plater in derselben.

3) «vosirins Lrilkinstisss, Nssiisss 1565 in 8.« Eine neue Bearbeitungerschien unter dem Titel: »biisinsnts äritlrmslisss iogieis lezibus UeUuets,Nssiisss 1679, 1595, 1602 in 8.«, und darauf bezüglich-dic Schrift: »^ritii-inslicas ooinpsnciiolum in Llsinsnts ^rilk. Lirr. Ilrsiisjj, s voet. vslro UMNstiisinstuin krolsssors soneinnstuin, Nssiisss 1626 in 8. (44 S.)"

4) «iktisorisse nnvss PIsnstsrum 6sorgij pnrdssUii. tzuibus sccssse-runt: iosnnis üs NonlsrsZjo äisputstionss, super cieiirsmsuts Iksoriesrninileiuiuii Lrsinonsnsis. liein sosnnis Nssisr liisguntini, Msctslus utiiis snts60 SUNOS osnssriptns, oni Vituiurn tseit, Spscniuin LsiroloZoruin. tzuss-stionss vsro iu ll'iisorjegs klsnetsrunr kui'Irsciui, sulirors VUrislisno vrsti-sio. Nssiisss 1565, 1568, 1573, 1596 in 8.» Die ersten Schriften beschlagenin der Ausgabe von 1SS6 zusammen 230, die tzusostionss 423 Seiten.

5) Kästner spricht in seiner Geschichte der Mathematik (I. 139143) von Wurst-risens Arithmetik von 1579.