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2 (1859) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 2. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Albrecht v. Halter.

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die aristokratische Verfassung eines Staates von kleinerem Umfangemit einer Vorliebe, die dem Berner Patricier wohl zu verzeihenist. Alle drei sind, ungeachtet vieler einseitigen Ansichten, diegegründete Bedenken gegen den historischen Standpunkt ihres Ver-fassers erregen könnten, von Seiten der fast durchaus edeln undwürdigen Darstellung der Beachtung nicht unwerth." Der fort-gesetzten Thätigkeit Halters als Kritiker ist schon oben gedachtworden; dagegen haben wir noch seiner spätern botanischen Arbei-ten zu erwähnen. Als er nach Bern zurückgekehrt war, warf ersich mit neuem Eifer aus die heimische Flora, machte viele Ercur-sionen in die verschiedensten Theile der Schweiz ^), und wußtenamentlich auch die ihm übertragenen Missionen und seinen Auf-enthalt in Röche für die Pflanzenkenntniß nutzbar zu machen.Ebenso wußte er seine Sammlungen durch lebhaften Tauschverkehrmit den verschiedenen Freunden der Botanik in der Schweiz zubereichern, ließ die eingesammelten Schwämme frisch malen 66),schickte, als ihm nach 1761 Dickleibigkeit und vorgerückteres Alterdas Bergsteigen zu mühsam machten, auf seine Kosten jüngereMänner nach Pflanzen aus«?), kurz wandte alles Möglichean, um unsere Flora vollständig kennen zu lernen. Der Erfolg

68) Ein Verzeichnis von Hallers botanischen Reisen findet sich im 13. Bandedes (lormsrvstsur Lnisss.

66, Im Jahre 1768 besaß er schon bei 4000 solcher Abbildungen.

67) Haller nennt als solche Boten, neben einigen von ihm für solche Zweckeeingeschulten Landlcuten aus dem Distrikt von Aigle, unter denen sich besondersein Abraham Thomas auszeichnete, namentlich Chatelain, Dick, Hubcr und L»Chcnal. Jakob Chatelain von Neuenstadt wurde 1760 zu Basel Dr. Usck. undschrieb bei dieser Gelegenheit eine DisssrtsUo cks Lomllorkiru Ngllsri. JakobDick von Bern (17421776), später Pfarrer zu Völligen, war Hauslehrer vonHaller's jungem Kindern. In den Sammlungen der ökonomische« Gesellschaft vonBern finden sich mehrere Aufsätze von ihm. Huber und Werner Lachenal warenvon Basel , letzterer (23. Oktober 1736 bis 4. Oktober 1800, wurde 1776 zum Pro-fessor der Anatomie und Botanik erwählt, vermochte den Magistrat den botanischenGarten umzugestalten und mit einer Wohnung für den jeweiligen Professor zuversehen, vermachte letzterem Institute sein reiches Herbarium und seine kostbareBibliothek, schrieb mehrere botanische Dissertationen und Abhandlungen in die Lot»KolvoUes, und hinterließ in Manuscript einen «ostslcißus stirpium Sssilsn-sium.» Auch Friedrich Ehrhard (174217SS), den Sohn eines armen Pfarrerszu Holderbank im Aargau , wünschte Haller auf gleiche Weise zu benutzen, und ihnals Gehülfen und Bibliothekar in sein Haus aufzunehmen; aber der gute Sohn