Christoph Jetzler.
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d'Alembert , Bloudel, Lalande, Pingrö, Casstni, Perronet'") rc.zuvorkommend aufgenommen wurde, und in ihrem Umgänge VieleAnregung und Belehrung erhielt. „Mein Riß von unserer Rhein-bruck", schrieb er am 8. September 1771 an Junker SeckelmeisterPeyer, „den ich Hr. Blondel gezeigt, ist von ihm der ^oncl. i-o^slscl'/Vrokitsoturo vorgelegt worden, nachvem ich auf sein Ansucheneine kleine Beschreibung dazu gemacht"). Nach diesem wurde ichgebeten zu erlauben, ihn abzuzeichnen. Nächstens werde ich mitihm einer 8688iou der Academie beiwohnen." — Während Jetzlerin Paris war, erhielt er folgende, vom 6. August 1771 ausBerlin datirte Zuschrift von Sulzer: „Weil ich nur wenig Minu-ten Zeit habe, Ihnen diesen Brief zu schreiben, so will ich Ihnenohne Eingang und ohne Umschwcif sagen, daß ich einen Anschlagauf Sie gemacht habe, Sie in Berlin in einen ihrem Genie an-gemessenen Berns zu setzen. Der König will ein KsmirmriumVon jungen Leuthen errichten, die man künftig zu Land-Baumei-stern brauchen könnte, um Wege zu machen, Moräste auszutrok-nen, Kanäle zu graben, Schleusen zu machen, Flüsse schiffbar zumachen und dergleichen. Sie sind unstreitig der Mann. der dabeygroße Dienste leisten könnte und Sie würden eine ansehnliche Be-soldung dabey bekommen. Da Sie izt auf Reisen sind, so könn-ten Sie alle öffentlichen Werke von bemeldter Art in England,Frankreich und Holland sehen; Sie könnten sich Zeichnungen undModele darvon machen lassen, und eine völlige Kenntniß solcher
1l>) Der berühmte Brückenbauer und erste Director der 1747 gegründeten Iteolsdes ponts st slrausssss, lsan Iluckolplrs psrronst (1708 bis 27. Febr. 17S4)war Sohn eines Schweizcroffizicrs, und, betrachtete sich auch selbst als Schweizer .Im Jahre 1783 überreichte er (Müllers Schwcizcrgeschichte XII. 94) Ihren Excel-lenzen von Bern seine klassische «vsseriptlan ckss prossts st cks I» conslrucliairclss ponts. pgrls 1782. 2 Vol. tu In!.», und sagt in seinem Begleitschreiben:»ls Iss supplis ds vouloir bisn dusssplsr pour Isur bibliotliseius cowinsun Iiominugs insplrs pur Is sugssss ckg Isur zouvernsmsnt, st ü I'uvsnluzsaus s'ni Msn Mrs orislmurs, mon pürs sinnt nö ü Llmtesu-MOsx.»
II) Jetzler lieferte später auch Andrea für seine I77K herauskommenden „Briefeaus der Schweiz nach Hannover " eine ähnliche Arbeit, welche bald daraus unter demTitel „Beschreibung der hölzernen Brücke über den Rhein in Schaffhausen , nebsteinem sehr genauen architektonischen Abriß von Hrn. Professor Jezeler in Schafs-hausen. Winterthur 1778 in 8." selbstständig erschien.