Am 21. März 1774 dem Bäcker Joh. Kaspar Hörner zu Zürich von seiner Frau, Regula Fries, geboren, erhielt Johann KasparHörner im elterlichen Hause eine gute bürgerliche Erziehung, wurdesrühe angehalten, seine Freistunden zu Papparbeiten und dergleichennützlich zu verwenden, und sollte nach dem Willen seines Vaters eintüchtiger Handwerker werden '). Da ihm jedoch seine etwas schwäch-liche Konstitution für Ergreifung eines solchen Berufes hinderlichwar, bestimmte man ihn schließlich zum Theologen, und er durch-lief nun das Carolinum, wenn auch etwa bald sein Muthwillen,bald seine Neigung zu realen Studien gerügt wurde, nicht ohneAuszeichnung. Nachdem Hörner im Dezember 1795 seine Probe-predigt gehalten und im Mai 1796 den Synodal-Eid abgelegt
-I) Ich benutze für Homer theils die über ihn im Drucke erschienenen Arbeitenvon Heinrich Escher „Johann Kaspar Homer nach seinem Leben und Wirken,Zürich t83j, 8."; Gottfried». Escher in den Verhandlungen der schweizerischengemeinnützigen Gesellschaft, Trogen -1838, 8.; Rud. Schinz in den Verhandlungender schwciz. naturforschendcn Gesellschaft, Aarau -I83S, 8.; Als. Gautier in derLibliottibcins univsrsslto <ts ksiwvs -I8ZS, 8.; Lochcr-Balber im es. Neujahrs-blatt der ehemaligen Chorherrcnstube in Zürich 18iL, L., rc. rc.; — theils eineReihe eingedruckter Materialien aus Homers Korrespondenzen mit seiner Familie,Feer, Hub«, Kruscnstem, Gautier, Zach, Trechsel, rc. j — theils einzelne Mit-theilungen, welche ich seinem Neffen, Bibliothekar Dr. Jakob Horn«, — seinemSchüler, Pros. David Ryß in Aarau , rc. verdanke. — Der Vater Joh. KasparHomer, „Hauptmann, Pfiff« und des Regiments", starb jm October 1790, nurwenig über t8 Jahre alt, — die Mutter hatte dagegen die Freude, die Erfolgeihres Sohnes zu «leben, und von ihm bis zu ihrem 1822 «folgten Tode verpflegtzu werden.
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