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2 (1859) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 2. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Friedrich Trechsel.

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Auch auf die Untersuchung und Vergleichung der VernerischenMaaße und Gewichte verwendete Trechsel Viele Mühe r?), warsehr thätig für die Aufstellung und Einführung des neuen Schwei-zerischen Systemes , und bearbeitete die für letztere nothwendigenReduktivnsrabellen.

Das größte Verdienst erwarb sich Trechsel durch seine Bethei-ligung an der Vermessung des Kantons Bern . Schon im Sommer1808 hatte der Lehenskommissär May Finanzrath auf die

Nothwendigkeit einer genauern Kenntniß des Kantons aufmerksamgemacht, und bei ihm auch Gehör gefundn.Wie Sie bemer-ken" , hatte ihm Seckelmeister Jenner am 5. Sept. 1808 geant-wortet,so wäre die Grundlage eine Vermessung desselben, unddazu sollte schon eine große Vorarbeit vorhanden seyn^), wennman die vielen in den Archiven deS Kantons, der Städte undStiftungen liegenden Pläne zweckmäßig benutzen, auf einen gleichenMaßstab bringen, und durch ein-Netz von trigonometrisch bestimm-ten Punkten zu einem Ganzen vereinigen würde, worauf sich dann

und um die geringe Summe von Frkn. erhältlichen Polarplanimer erfunden,denselben im Jahrgange 18SK der Vierteljahrsschrift der naturforschendcn Gesell-schaft in Zürich beschrieben, und für ihn 18S7 auf der Schweiz . Industrieausstellungin Bern die goldene Medaille erhalten lVergl. E. Schinz im Jahrgange 1857 derBern . Mitthcil.). Es ist dadurch der Oppikofer'sche Planimeter verdrängt worden;aber nichts desto weniger verdienen Oppikofer, und auch Wetli, um ihrer frühernErfindung und Verbesserung willen eine ehrenvolle Stelle in der Geschichte derangewandten Mathematik.

17) Siehe seineBeschreibung und Vergleichung bcrnischer Maaße und Ge-wichte", die 18L1 auf Bcfcbl der Regierung gedruckt wurde.

18) Albrecht Friedrich May von Bern ( 1774 - 1883 ), später successive Obcramt-mann zu Courtclary, Staatsschrciber und Präsident der städtischen Baukommission.Zur Zeit von Andcrmatts Belagerung der Stadt Zürich war er helvetischer Kom-missär, und Zürich hatte damals seiner Humanität viel zu verdanken.

19) In einem Rapporte, den May 1814 über die Messungen und ihre Fort-setzung an den Kleinen Rath machte, liest man:Schon vor dem Jahre 17S8 sahman ein, daß die vielen damals zum Behuf der Bodenzins- und Zehndbcreinigun-gen, des Forstwesens, des Schwellen- und Straßenbaues rc. aufgenommenenGrundrisse sich niemals zu einem Ganzen vereinigen lassen, und bey größerer Aus-dehnung nicht einmal die gehörige Zuverlässigkeit gewähren, wenn nicht denselbeneine genaue trigonometrische Messung zu Grunde liege. Zudem hat man bereitsdamals das Bedürfniß gefühlt, nach und nach Plane von ganzen G-meindsbezirkenzu erhalten. Deswegen ließ die Regierung schon vor etwa 40 Jahren durch HerrnOberst von Wattenwyl den Anfang zu einer Vermessung des ganzen Kantons machen."