277
und die Gründung eines Sternwarte-Fonds für die Vasler-Hoch-schule, die Verhältnisse in dieser Hinsicht etwas günstiger ge-staltet haben, übten doch manche Schweizer theils Von theoretischeroder literarischer Seile her, theils als Beobachter auf Privat-sternwarten oder Directoren ausländischer Observatorien und Ex-peditionen auf die Entwicklung der Astronomie einen nicht unbe-deutenden Einfluß aus; ich erinnere an die Aarg au er Häßlerund Sarer, die Basier Bernoulli, Euler, Fatio, Grynäus,Huber, Megerlin, Münster , Wenz und Wursteisen, die BernerGraffenried, König, Rosius, Trechsei und Wild, die Genfer Eynard, Gautier, Gringalet, Maltet, Maurice, Pictet und Pre-Vost, den Glarner Zingg, die Luzerner Cysat und Schu-macher, den Mühlhauser Lambert, den Neuenburger Neynier,die St. Galler Bürgt und Scherrer, die Schaffhauser Hol-länder, Rüger, Spleiß und Ulmer, den Schwyzer Paracelsus,den Thurgauer Dasypvdius, die Waadtländer Loys deCheseaur und Molerius^), die Zürcher Eschmann, Fast, Feer,Geßner, Hirzei, Hirzgarter, Hörner, Lavater , Leemann, Scheuchzer,
Bedürfniß und das beständige Drängen des Verfassers, theils aber auch dadurchbefördert, daß es Letzter»! gelang durch Vermittlung seines Jugendfreundes Emil Escherbon den Kunzsschcn Erben ein Legat für die Sternwarte auszuwirken, und es dürftedaher am Platze sein hier einen kurzen Auszug aus dem Nekrologe von Oberst undSpinner-König Kunz einzurücken, der in der Neuen Zürch. Zeit. vom 16. bis 18.Octobcr 1869 erschien: Heinrich Kunz wurde am 1. März 1793 in Oettweil geboren,wo sein Vater ein kleines Bauerngut besaß und die Baumwolltuchfabrikation betrieb.In einem Institut in MLnucdorf etwas gebildet, trat er als Handclslchrling in eineBaumwollenspinnerei zu Gebwciler im Elsaß , machte sich dort auch mit der Spin-nerei bekannt, und ruhte nun nicht bis sein Vater 181! einige Handspinnstühlcaufstellte, deren Betrieb er hierauf selbst übernahm, und sich dann auch das Wasserdienstbar machte. Bald floß der Gewinn reichlich, so daß er es wagen durfte beiUstcr eine große Spinnerei zu bauen, — dieser folgten später andere, und schließlichspann er mit circa 160,000 Spindeln, beschäftigte über 2000 Arbeiter, und war dergrößte Spinner auf dem Kontinente. Bei seinem Tode am 21. August 1869 hin-terließ er ein Vermögen von mehr als 20 Millionen Franken ohne Hinterlassungeines letzten Willens. Seine Erben vcrgabten zu seinem Andenken Millionen,darunter 100,000 an eine Irrenanstalt und 26,000 an eine neue Sternwarte.
6) Vergl. III. 216—216. Nach einer mir seither durch Herrn Professor Dufourverschafften Notiz hieß er eigentlich Elie de Molcry und war der Sohn eines auSdem Brcisgau stammenden Morse de Molcry. »II eluit quslills bonrgeois slkwiuejMl rö-eM <lu eollsßs cle psussnne lorsqu'jl spouss, ü Neuste», Is11 dlov. 1691 Usrie 1k. Iioaorsdls könn Voller, ekSlölsiv st'^udonns.»