XX. Die Ausgabe der Karten.
157. Einleitung. Eine weitere Arbeit des eidgen. topographischen Bureau bestand darindie vorhandenen und jeweilen neu eingehenden Materialien auf den gewählten Maassstab zu redu-ciren, — die Originalzeichnungen für die in erster Linie in Aussicht genommene „TopographischeKarte der Schweiz in 25 Blättern“ anzufertigen, — und endlich den Stich derselben auszuführen:Die Reductionen wurden, wie schon erwähnt, grüsstentheils je während des Winters durch die fürdie Ergänzungsaufnahmen angestellten Ingenieure ausgeführt, — die Zeichnungen besorgte nachVorschrift der von Wolfsberger vorgeschlagenen und von Dufour acceptirten Methode zunächstder treffliche Goll, — den Stich anfänglich der gewandte Br es sanini, später und weitaus zumgrössten Theile sein geschickter Schüler Müllhaupt, — das erste Blatt (Nr. XVI) erschien 1842,das letzte (Nr. XIII) 1864. Gleichzeitig wurde auch eine „Generalkarte in 4 Blättern“ in Arbeitgenommen, — und gegenwärtig ist auf Anregung und unter Leitung von Siegfried noch dieAusgabe eines „Topographischen Atlasses im Maassstab der Originalaufnahmen“ im Gange, für welcheviele Revisionen und Neuaufnahmen angeordnet sind. Letzterer Atlas soll den einstweiligen Ab-schluss der grossen Arbeit bilden, die für alle Zeiten, wenn auch fortwährende Revisionen undNachträge unausweichlich sein werden, ein unvergängliches Denkmal für Dufour, Siegfried undihre wackern Vor- und Mitarbeiter darstellen wird.
158. Goll, Bressanini und Müllliaupt. Von Buchs im Wehnthal stammend, aber zuZürich 1809 geboren, arbeitete Joh. Jakob Goll lange Jahre als Zeichner bei s. Pathen OberstPestalozzi, und beschäftigte sich nebenbei mit kartographischen Arbeiten. Eine mutlnnasslich erste,wenigstens noch auf einen Anfänger deutende, auf einem Blatte von 20 auf 27 cm. erschienene„Carte der Gotthardsstrasse vom Vierwaldstätter-See bis an den Tessin. Zürich 1830. —J. J. G.del. — A. Hartmann litli.“ zeigt nämlich, bei ganz ordentlicher Anlage 1 ), eine ziemlich mittel-mässige Zeichnung. Bedeutend besser ist bereits der dem Schriftehen von Ferd. Keller „Die Tiefer-legung des Lungern-See’s. Zürich 1836 in 8“ beigegebene, die Signatur „J. J. Goll fec.“ zeigendeSituationsplan. Dann folgte die schon erwähnte, sehr brave Zeichnung der von Sulzberger aufge-nommenen Karte des Thurgau 2 ), und 1839 die durch Heinr. Füssli in Zürich herausgegebene „Cartephysique et routiere de la Suisse. Dressee d’apres les meilleurs materiaux par J. J. Goll. Graveepar Duval et Bressanini“, — ein ziemlich gut angelegtes und hübsch ausgeführtes Blatt von 68
Zn 158: 1) Sie ergab mir m = 0,710 und f = +. 3,0 (-f- 3, — 7), während die gleichen Distanzen für Scheuchzerf = ±. 13,0 (-)- 20, — 30) und noch für Meyer f = ±5,(3 (+ 8, — 13) lieferten. — 2) Vergl. 150. — 3) Ich erhielt m =2,04 und für die 4 Polygone f = +. 3 5, 5.3, 5.0 und 6.3, im Mittel f = +. 5.1 (-(- 9, — 10), — 4) Betemps sagt von